Covid-Impfung Jugendliche

Die Zeit des Erwachsenwerdens

Moderator: Züri Mami

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danci
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Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von danci »

Nochmals ich und nochmals ein Covid-Thema, ich weiss, ich weiss :mrgreen: aber doch nimmt es mich Wunder:

Diejenigen, die sich selber impfen liessen, werdet ihr Eure 12-15 jährigen auch impfen lassen?

Es geht mir nicht um eine grundlegende Diskussion über die Impfung, die gibt es schon, sondern wirklich nur um diese Frage bei Befürwortern.

Nun besteht ja die Zulassung. Meine Grosse (fast 13) will sich unbedingt impfen lassen. Ich frage mich eher, ob es nicht reicht, wenn sich die Erwachsenen impfen lassen. Vorerkrankungen bestehen keine. Ich bin durchgeimpft, mein Mann zu unorganisiert, um sich endlich anzumelden, aber es ist geplant 8)

Wie entscheidet ihr Euch?

LG, Danci
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enjel
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von enjel »

Mein knapp 13-Jähriger will nicht unbedingt, seine grosse Schwester findet er soll (sie ist fast 17 und bereits einmal geimpft, aus eigener Initiative und weil sie im Sommer wieder nach Frankreich will :-D). Ich selber bin genesen und 1x geimpft, und grundsätzlich positiv eingestellt, also eine ähnliche Ausgangslage ....
Ich bin selber aber unsicher beim Jüngeren, und habe mich deswegen einfach mal entschlossen, abzuwarten und zu schauen, wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt. Auslandsreisen sind keine geplant, und er will selber nicht unbedingt. Also, keine Eile.
Wenn er selber unbedingt wollen würde, wie deine Tochter ... hhmm, ich würde ihn wohl auch zum Zuwarten anhalten, wenn es ginge. Und ansonsten ihn wohl lassen.
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nala11
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von nala11 »

Ich und mein Mann haben uns ohne zu zögern beide impfen lassen.
Bei den Kindern (12/13) warten wir erstmal ab.

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Netterl
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Netterl »

Kommt aufs Alter des Teenies an. Ich halte mich an die STIKO in D: Jugendlichen ohne Vorerkrankungen -> keine Impfempfehlung. Kannstja mal Dr Ecosia fragen. ;-)

Eine Rolle spielt für mich auch, in welcher Umgebung lebt der Jugendliche. Mit vulnerablen nicht impfbaren Personen im Lebensumfeld ist es eine andere Entscheidung als mit halbwegs jungen fitten Eltern beispielsweise.

In D müssen wir eh erst mal schauen, dass genügend Erwachsene geimpft werden können. Ich bin Prio 3 beinahe 50 und bekomme erst heute meinen ersten Schuss.

PS: Meine Meinung:12-15 erst mal nicht, außer einer der oben genannten Faktoren kommt dazu. Bei älteren finde ich es schon wieder schwieriger.
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danci
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von danci »

Also, mal abwarten müssen wir sowieso. Ich glaube nicht, dass die Gruppe so schnell zugelassen wird, zumindest nicht hier in Bern, ich glaube Zürich impft bereits :wink:

Auslandreisen gehen wir im Sommer und im Herbst, das ist für mich aber kein Kriterium. Es geht ja auch mit Test und das Märchen, dass man sich im Ausland ansteckt und nicht in der CH, glaube ich nicht :wink: Ich könnte mir einfach vorstellen, dass die Zahlen im Herbst wieder steigen und es dann ein Run gibt. Es ihr verbieten will ich nicht, ist auch schwer erklärbar, wenn wir uns haben impfen lassen. Kontakt mit vulnerablen Personen hat sie nicht, ist aber sicher die, die durch Schule und Hobbies am meisten Kontakt hat.

@ Netterl
Das Schweizer BAG empfiehlt ja in typisch Schweizer Manier (viel reden, aber ja nichts verbindliches sagen), dass sich diejenigen impfen lassen sollen, die das wollen :wink:
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Netterl
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Netterl »

Aber natürlich kann man ihr das erklären.
1) Ich habe den Eindruck, Du hast kein gutes Gefühl dabei. Kann man ja sagen.
2) Ihr habt Euch impfen lassen, weil Euer Risiko deutlich größer für Komplikationen ist als ihres.
3) Ich würde auf die STIKO verweisen, und erklären, dass Heranwachsende ein anderes Thema sind, wenn es um Impfungen geht alles bei Erwachsenen.
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danci
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von danci »

@ Netterl
1. Nein, überhaupt nicht. Ich bin noch unentschlossen und neutral, darum denke ich mich mal rein. Momentan tendiere ich weder zu ja noch zu nein. Mich ärgert es eher etwas allgemein, dass wenn sich die Erwachsenen impfen lassen würden, wir dieses Thema bei Jugendlichen gar nicht hätten, aber das ist nicht ihr Problem. Klar finde ich aber, dass auch ihre Meinung zählt.

2. Ist das so? Ich finde die Vorstellung eines Long-Covid bei Jugendlichen auch nicht besonders lustig. Sie sagt und das kann ich nachvollziehen, dass sie ja bisher auch alle Massnahmen mittragen musste (Masken, auch in der Schule, Abstand, Verzicht auf Hobbies etc.) und auch mittrug, um sich und andere zu schützen, und nun diesen Schritt auch gehen will.

3. Das verstehe ich nicht. Warum soll ich auf die Empfehlung einer Kommission im Ausland verweisen? Da könnte ich ja auch eine nehmen, die die Impfung empfiehlt. Das BAG sagt ja wie geschrieben, wer will, soll sich impfen lassen.
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Malaga1
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Malaga1 »

Zürich hat heute 10'000 Termine freigeschaltet für die 12- bis 15jährigen. Am Montag geht es los. Nach diversen Gesprächen mit meinen ärztlichen Arbeitskollegen und der Kinderärztin habe ich für meine Tochter zwei Termine gebucht. So ist sie im August beim Schulstart auf der sicheren Seite wenn dieses Testen- und Maskentheater wieder losgeht und muss keine Quarantäne befürchten.

Eine andere Überlegung war, dass die Schweiz recht wenig Pfizer bestellt hat. Moderna wird sicher in absehbarer Zeit auch zugelassen ab 12, ist aber noch gar nicht breit erprobt bei Jugendlichen. Pfizer wurde in den USA schon 7 Mio mal verimpft. Das ist mir wesentlich sympathischer.
Zuletzt geändert von Malaga1 am Fr 25. Jun 2021, 16:54, insgesamt 1-mal geändert.
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danci
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von danci »

@ Malaga
Spannend. Was waren denn die Argumente der Ärzt:innen?
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Malaga1 »

Kinderärztin: Das wird wohl in Zukunft einfach dazugehören und wenn Swissmedic die Impfung frei gibt, kann man dem vertrauen. Die sind auf der pingeligen Seite.
Arbeitskollege 1 mit 12jährigem Sohn: Ungefähr die gleiche Argumentation. Er impft seinen Sohn.
Arbeitskollege 2 mit jüngeren Kindern (mit ihm habe ich gestern ausführlich diskutiert): Wenn seine Tochter bereits 12 wäre, würde er sie impfen. Auch bei Kindern gibt es schwere Verläufe. Die Nebenwirkungen sind dagegen gerade bei jüngeren Personen zwar etwas unangenehm, aber harmlos. Dieser Impfstoff wurde bereits 2 Milliarden Mal verabreicht und davon 7 Mio mal in den USA an Teenager. Das ist mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit sicher. Was auftritt, weiss man jetzt.
Arbeitskollegin mit knapp 12jährigem Sohn: In diesem Alter ist das wie bei den Erwachsenen. Die Technik gibt es schon lange, nur nicht als Impfung. Das ist sicher. Sie impft ihren Sohn.
Alle wiesen darauf hin, dass gerade für Jugendliche die Quarantäne halt auch sehr belastend sei und man davon ausgehen könne, dass im Herbst Delta die Variante das Geschehen dominieren werde. Es ist davon auszugehen, dass sich diese unter der ungeimpften Bevölkerung sehr rasch verbreiten wird.
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Netterl
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Netterl »

zu2) Das ist die Argumentation der Impfungkommission.
Bei Erwachsenen ist das Risiko durch die Erkrankung ein Problem zu haben größer als die Risiken der Nebenwirkungen durch die Impfung.

Bei Kindern sind die Risiken einer schwerwiegenden Erkrankung extrem gering, die Datenlage bzgl Impfen zu dünn, sodass man (noch) nicht sagen kann, dass hier das Kosten-Nutzen Verhältnis passt.
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Stella* »

Wir werden unseren Sohn nicht impfen lassen. GG (Risikopatient) und ich sind beide geimpft.

Für mich würde eine Impfung von einem Kind nur in Frage kommen, wenn es selber ein Risikopatient wäre oder wenn wir im Umfeld einen Risikopatienten hätten, der sich nicht impfen lassen kann.

Ansonsten macht es für mich keinen Sinn, ein gesundes Kind gegen eine Krankheit zu impfen, die vielleicht einen Schnupfen auslöst oder im besten Fall sogar symptomlos verläuft.

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bodega
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von bodega »

Als wir Covid hatten, dachte ich auch, juhu, Sohn ist jetzt geschützt und gilt als Genesen. Leider wird sein Test nicht akzeptiert und so wird er nie als genesen gelten. Das heisst, dass er testen muss, wenn eines der drei Gs erwartet wird. Das ärgert mich... es verkompliziert halt alles... eine Impfung würde dem entgegen wirken... aber macht es wirklich Sinn, einen gesunden Teenager zu impfen? Gerade, wenn er es schon durchgemacht hat? Wir warten mal zu...

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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Mutter einer Tochter »

Ich habe meine Tochter gefragt, ob sie sich impfen lassen will.
Sie will unbedingt. Also habe ich sie angemeldet.
Das ist für mich das wichtigste Argument.

Dazu kommt:
Sie muss dann nicht mehr bei Verdachtsfällen in Quarantäne. Sie war bis jetzt schon mehrmals.
Wir haben in unserem Bekanntenkreis eine vulnerable Person, die sich nicht impfen lassen kann.

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dede
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von dede »

Unsere Kinder > 12 Jahre werden sich impfen lassen. Wir Eltern sind geimpft. Eine sehr nahe Bezugsperson hat ein geschwächtes Immunsystem, ist zwar geimpft, die Wirkung der Impfung dann aber fraglich. Zusätzlich haben wir auch noch 2 Schwangere als nahe Bezugspersonen, mit denen wir sehr regelmässigen Kontakt haben

Auch für die Kinder sehe ich Vorteile:
- schwerere Verläufe/ PIMS sind zwar seltener als bei Erwachsenen, aber doch deutlich höher als die zu erwartenden Impfnebenwirkungen
- Quarantäne & Co ist für die Jugendlichen sehr schwierig, gerade auch weil sich die Schule da gar nicht kooperativ zeigt, d.h. die Kinder zu Hause kaum unterstützt
- Hobby ist wichtig und fällt nicht weg
- Last, die nahe Bezugsperson zu gefährden, wird deutlich kleiner
- und ja: Pfizer ist in Nordamerika schon ausführlich an Kindern/ Jugendlichen getestet und angewendet worden.
- Delta-Variante wird ab Spätsommer dominieren und wir impfen lieber jetzt als dann im Herbst, wenn alle wollen und dann vielleicht auch Moderna benutzt wird

Malaga1
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Malaga1 »

Was ich auch noch finde: Die Impfung hält mindestens 12 Monate, die durchgemacht Krankheit nur 6 Monate. Die Chance, dass man zuerst krank wird und dann doch noch impfen muss, wird größer, je mehr Schutzmaßnahmen wegfallen. Dann hat man von beidem die negativen Aspekte...

Ich wollte gestern eigentlich nur mal schauen, was es für Termine hat. Da waren da zwei, die von Zeit und Tag perfekt in unser (Ferien-)Programm passen. Also habe ich diese gebucht mit dem Gedanken, sie wieder abzusagen, wenn meine Tochter nicht will. Wir haben es dann gestern Abend besprochen und sie ist einverstanden mit der Impfung. Jetzt machen wir das.
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jupi2000
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von jupi2000 »

Ich würde meine 12-15 jährigen Teenies wohl impfen lassen. Ich bin nicht zu 100% überzeugt, doch sehe ich die Impfung als kleineres Übel an. In meinem weiteren Umfeld kenne ich gleich zwei in dem Alter, die es leider schwer erwischt hat.

Meine 20jährigen Töchter sind schon einmal geimpft, 17 jähriger Sohn wartet noch auf seine erste Impfung.

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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von iselle »

Bei uns ist es so: Die klassischen Impfungen machen die Kinder, weil ich ihnen ansonsten lange Vorträge halte. Ich kenne eine Person, die Kinderlähmung hatte und das möchte ich nicht für meine Kinder.

Über Grippe- und Covidimpfungen entscheiden der Kinder. Die Kleine will beide nicht, die Grosse will die Grippeimpfung - bei der Covidimpfung will sie noch zuwarten.
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aryu
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von aryu »

Unsere 14jährige wird sich impfen lassen. Ich nehme an, in unserem Kanton wird sie rasch einen Termin bekommen…

Argumente dazu siehe Posting von Malaga.

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Papa68
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Re: Covid-Impfung Jugendliche

Beitrag von Papa68 »

In Israel müssen Geimpfte wegen der Deltavariante wieder in Quarantäne! Wer sich impfen will, damit die Quarantäne entfällt, hat dann vielleicht Pech.
SCHWEIGEN IST GOLD.
ES SEI DENN, DU HAST KINDER. DANN IST SCHWEIGEN VERDÄCHTIG!

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