14.-20.12.2009: Stillberaterin

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d'artagnan

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von d'artagnan »

Liebe Frau Müller
Danke für Ihre schnelle Antwort.
Ich habe wohl zu wenig genau geschrieben:unsre Tochter sitzt schon mit am Tisch und bekommt auch von unserem Essen, bevor ich nachwürze.Aber leider matscht Sie nur rum und quengelt, essen tut Sie dabei kaum, also habe ich dann eben jeweils danach gestillt...war wohl die falsche Technik, aber ich dachte, dass sie so wenigstens etwas isst.
Brei oder Püree bekommt sie mittags, da wir alleine sind mache ich nur Salat.Ich lasse sie den Löffel auch halten, da sie das will, aber essen tut sie trotzdem nicht.
Deshalb meinte der Arzt, ich solle ganz abstillen, damit sie keine Alternative hat.
Sehen Sie vielleicht eine weniger radikale Lösung?
Liebe Grüsse
d'artagnan

Ich bin auch der Meinung, dass diese "verordnete Hungerkur" eine sehr drastische Lösung darstellt. Gefällt mir persönlich auch nicht so gut. Gibt es die Möglichkeit, dass Sie mittags gemeinsam mit einer anderen Familie mit Kindern essen könnten? Kinder lernen am besten und am schnellestn von anderen Kindern. Vielleicht würde das Ihre Tochter animieren zu essen.

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flighty
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von flighty »

Liebe Frau Müller

Ich stille meinen Sohn (5 Monate) noch voll. In dieser Stillzeit hatte ich jetzt aber schon 3 mal ein weisses Bläschen auf der Brustwarze, welches den Milchkanal verstopfte und einen Milchstau verursachte. 2 mal wurde dies durch eine Stillberaterin aufgestochen und 1 mal durch mich. Jetzt meine Frage: von was kommen diese Bläschen und kann ich da etwas dagegen machen, damit diese nicht mehr kommen?
Wenn ich jetzt jeweils kalt habe, tut mir auch diese Brustwarze immer so weh. Kann ich da auch etwas dagegen machen? Der Schmerz fühlt sich wie ein Brennen an. Die Einstichstellen sind immer noch weiss, obwohl seit den Bläschen schon 1 -2 Monate vergangen sind. Ist das normal?

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen
und ganz liebe Grüsse

Einige Menschen haben eine sehr gute Hautbildung und diese weissen Blässchen die Sie beschreiben sind nicht anderes als eine Haut über die Öffnung eines Milchganges. Haben Sie es schon mit heissen nassen Wickeln vor dem Stillen auf dieser Seite versucht. Heiss und nass weicht die Haut der Brustwarze auf und das Kind kann allenfalls mit seinem Vakuum den Milchgang immer wieder ganz öffnen, sodass sich gar keine Haut mehr bilden kann.
Schmerzt Ihre Brust auch nach dem Stillen? Ist die Brustwarze dann auch weiss? Wenn ja würde ich es mit Magnesium und Calcium versuchen. Häufig werden die Vitaminpräparate, die frau während der Schwangerschaft nimmt, mit der Geburt abgesetzt. Bei einem Magnesium und Calciummangel können weisse und schmerzende Brustwarzen auftreten.

Coolcat
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Coolcat »

Liebe Frau Müller, danke für Ihre nette Anwort. Zu folgendem interessiert mich Ihre Meinung auch noch: Wie ist es mit dem Stillabstand, sollte der wirklich 2 Stunden sein? Denn meine Kleine möchte manchmal auch öfters an die Brust.
Nochmals merci für Ihre Einschätzung und schöne Festtage.

Da müsste ich wissen, wie alt Ihre Tochter ist. Zu Beginn, also nach der Geburt fasst der Magen eines Kindes nur wenige ml. Rasch vergrössert sich aber die Aufnahmakapazität des Magens. Zudem ist es so, dass Muttermilch für den Verdauungsapparat der Kinder einfach und leicht zu verdauen ist. Das heisst aber, dass gestillte Kinder deutlich häufiger trinken wollen als Kinder, die mit MIlchpulver ernährt werden.
Allerdings sollte schon ein Abstand von ca. 2Stunden die Regel sein. Erleben Kinder aber viele aufregende Dinge oder beginnen, sich von der Mutter zu entfernen, kommen sie oft auch häufiger zurück zum Stillen aber nicht weil sie hunrig sind, sondern um sich die Sicherheit zu holen, dass alles i.O. ist. Dann "trinken" sie aber auch nicht nicht richt lang und ausgiebig, das ist dann wirklich nur eine kurze Rückversicherung Mamma ist das, alles bestens.


Da bin ich froh danke. Mein Kleines ist knapp 3,5 Monate jung, und diese kurzen Stillabstände sind auch nicht die Regel. LG
Zuletzt geändert von Coolcat am Mi 16. Dez 2009, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.

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mohn
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von mohn »

Liebe Frau Müller

Ich bin daran langsam abzustillen & ersetze seit heute die Mittagsmahlzeit durch Brei.

Meine 7 monatige Tochter verweigert jegliche Art von Nuggiaufsätze der Schoppenflaschen-habe schon diverse Marken ausprobiert-. Auch Schnabeltasse verweigert sie (es gibt die klassische & dann die Aufsätze zB von Avent)
Momentan stille ich ja noch überwiegend. Wie sieht es jedoch aus, wenn ich nur noch Brei füttere & sie somit nur Flüssigkeit durch die Nahrung erhält:

Meine Frage:
Wieviel Flüssigkeit sollte sie in ihrem Alter neben der Mahlzeiten zu sich nehmen & vor allem wie bringe ich sie dazu, diese zu trinken, wenn sie den Schoppenaufsatz / Schnabelbecher verweigert? Habe es auch schon versucht ihr zu löffeln oder sie von der Tasse "trinken" zu lassen, was sie ebenfalls verweigert.

Oder "muss" ich sie solange noch Teilstillen, bis sie auf irgendeine Art trinkt?

Besten Dank für Ihre Auskunft & liebe Grüsse
Mohn

Hallo Mohn
Das tönt wie nach meinem eigenen Sohn. Der wollte auch partout nichts anderes trinken als von meiner Brust. Ich bitte Sie zu bedenken, dass im Brei auch ein recht grosser Anteil an Flüssigkeit ist. Davon ausgehend, dass Sie aktuell nach der Breimahlzeit noch Stillen erhält Ihre Tocher sicherlich noch genug Flüssigkeit. Versuchen Sie im Abstand von wenigen Tagen ihr wieder etwas Tee oder auch Muttermilch aus dem Glas oder Becher zu geben. Vielleicht müssen Sie ihr vormachen wie das geht. Kinder auf dem Arm der Mutter greifen häufig nach deren Glas oder Tasse wen diese trinkt.
Sie sollten auch bedenken, dass Muttermilch ganz leicht süss ist, die "gesunden" Getränke, die wir unseren Kindern aber häufig anbieten eben nicht.
DEN Tipp wie sie vorgehen könnten gibt es leider nicht. Allerdings sollten Sie Kämpfe rund um das Essen und Trinken möglichst vermeiden. Essen und Trinken soll etwas schönes und selbstverständliches sein, etwas das jeder in der Familie gerne tut und dies mit Genuss. Damit können Sie am ehesten späteren Essstörungen entgegenwirken. In aller Regel nehmen sich Kinder genau das, was sie brauchen auch wenn das nicht immer das ist, was wir Eltern uns vorstellen.

Herbstvogel

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Herbstvogel »

Liebe Frau Müller
Unser Kind 15 Monate alt isst am liebsten Teigwaren mit Tomatensauce, Pesto und Brot. Er liebt Süssigkeiten natürlich! :? :roll: Banane isst er noch aber sonst bringe ich ihn kaum dazu anderes zu essen. Ich probierte mit Trockenfrüchten. Gemüsestückli, usw. Gemüse isst er nur ein wenig unter die Teigwaren gemischt. Ebenso das Fleisch. Rindhackfleisch. Nur keine Gläsli! :x wenn ihm etwas nicht passt, fuchtelt er mit den Armen, spuckt oder wirft die Esswaren auf den Boden. Die Breiphase hat er übersprungen. Will absolut kein Brei! Fruchtsäfte trinkt er auch nicht. Nein er ist kein grosser Esser. Am liebsten hat er noch meine Milch, die zu 70-80% noch seine Hauptnahrung ist!

Da meine Ernährung auch nicht immer optimal ist, frage ich mich, ob er zu genügend Vitaminen kommt und anderen wichtigen Nährstoffe. Ich nehme zwar immer noch Vitamine zu mir,(die teuren Elevit) ab und zu und trinke auch gerne ab und zu ein Glas Wein und 3 Tassen Kaffee im Tag.

Irgendwie aber begleiten mich immer irgendwelche diffusen Schuldgefühle und ich nehme mir immer wieder vor uns ab jetzt gesünder zu ernähren aber bald ist Abend und habe wieder mal erst EINE Frucht gegessen. :mrgreen: Meine anderen 2 Kinder waren gute Esser. Und ansonsten bin ich und der Kleine gesund. Liebe Grüsse und danke viel mal für die Antwort.

Hallo Herbstvogel
Kinder habe in Sachen Essen so ihre eigenen Gewohnhiete.Wenn er noch bis zu 70/80% gestillt wird erhält es ziemlich alles was er braucht. Es besteht daher nicht wirklich die Notwendigkeit, Vitamine usw. mit dem Essen zu sich zu nehmen. War auch bei meinen beiden Sohnen ungestillt und gestillt so. Dafür hat der jüngere dann über Wochen fast nur Bumenkohl gegesen (mit ca. 4 Jahren).
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Druck genau das Gegenteil bewirkt. Wenn Sie selber zwischendurch Früchte,Joghurt und so essen möchte er vielleicht probieren. Versuchen Sie es doch mit Fruchtjoghurt, die sich süss. Evtl. könnten Sie auch versuchen die Anzahl Stillmahlzeiten zu verringern. Ich denke mit 15 Monaten ist das machbar. Oder setzten Sie ihm 1 Woche lang nur Teigwaren vor mit Gemüse in der Tomatensauce. So erhält er immer wieder das gleiche, aber dafür mit Gemüse. Verwenden Sie sanfte Gemüse, also solche, die keinen grossen Eigengeschmack haben wie Rüebli, Broccoli, Zucchetti. Diese Gemüse sind auch eher süss.
Oder machen Sie mit Ihm einen Deal, nach einer Mahlzeit mit Fleisch Fisch und etwas Gemüse gibt es eine Süssigkeit.

Zur Frage des Stillens ist zu sagen, dass Ihr Körper der Milch alles zufügt, was Ihr Kind braucht. Sie selber kommen erst an zweiter Stelle. Sie können als davon ausgehen, das Ihr Kind mit der Muttermilch erhält, was es benötigt.

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Däneli81
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Däneli81 »

Guten Abend Frau Müller

auch ich möchte gerne ein paar Fragen an sie stellen und bedanke mich jetzt schon für Ihre Bemühungen all unsere Fragen zu beantworten.

Meine Tochter (6 Wochen alt) trinkt meistens nur eine Brust. Manchmal wenn sie sehr voll ist (nach einer längeren Trinkpause) trinkt sie sie auch nicht schön leer. Ich hab immer ein bisschen angst wegen einem erneuten Milchstau, soll ich dann die nächste Stillmahlzeit die erste Brust noch leertrinken lassen (obwohl sie sich ja wieder weiter gefüllt hat) oder soll ich (wie ich es bis anhin, meistens gemacht habe) doch die andere Brust nehmen?

Ist das eigentlich für die Brüste kein Problem (wegen der Milchbildung)wenn so die einzelne Brust nur alle 6-12h gebraucht wird?

Unsere Tochter kötzet manchmal. Es gibt Tage da kommt nichts und dann wieder solche da kötzelt sie sehr viel und auch bei jedem Stillen. (manchmal kommt die Milch auch erst eine Stunde nach dem letzen Stillen hoch. Gibt es irgendwelche Tipps, um das Kötzeln zu verhindern? (kenne das eben nicht von meinen älteren) Kann das auch mit meiner Ernährung zu tun haben?

Dann noch eine Frage zum Kaffe. Davon sollte man ja nicht zu viel trinken, oder? Ich hab im Moment wieder so Mühe mich auf die 2-3 Kaffes pro Tag zu beschränken, und hab mir jetzt darum koffeinfreien Kaffe gekauft. Darf man davon unbeschränkt trinken oder hat auch der negative Auswirkungen auf meine Tochter?

Lassen Sie mich auf Ihre Fragen der Reihe nach eingehen:
Zu beginn einer Stillzeit, also nachder Geburt,weiss Ihr Körper zwar dass er geboren hat und dass dieses Kind ernährt werden will. Allerdings kennt er den Appetit des Kindes noch nicht und produziert deshalb in der Regel zuviel Milch. Wenn Sie Ihre Tocher so weiterstillen wie Sie es beschreiben, also im Wechsel, helfen Sie Ihrem Körper zu lernen, wieviel Milch er produzieren muss. Es braucht aber bis zu 8 - 10 Wochen (manchmal auch noch etwas länger) bis diese Spiel von Nachfrage und Angebot spielt.

Viele Kinder geben nach dem Stillen nach einiger Zeit wieder Milch heraus. Das hängt mit dem manchmal noch unreifen Muskel am Mageneingang zusammen und ist einfach normal. Nimmt Ihre Tochter trotzdem gut zuund hat ausreichend Ausscheidungen ist alles in Ordnung. Das Kötzeln wirdmit der Zeit auch weniger und hört dann auf.

Kinder reagieren auf das Koffein negativ. Wenn Sie also koffeinfreien Kaffee trinken, sollte dies keine negative Auswirkungen auf Ihre Tochter haben.

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iselle
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von iselle »

Vielen vielen Dank für Ihre Antworten. Ich werde den Blutzucker bestimmt noch einige Male messen lassen (ich hoffe, es war ein einmaliger Ausrutscher -sofern es so etwas gibt).

Zu BW desinfizieren:
Betr. BW desinfizieren: Mit was könnte man das machen? Alkohol stelle ich mir ziemlich aggressiv vor. Aus Kariespräventionsgründen möchte ich dies tun.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zahnkaries
Ehrlich gesagt, vor diesem Hintergrund irritiert mich ziemlich, dass Sie hier vorschlagen, dass Eltern den Tellerinhalt und auch die Gläser mit den Kindern teilen sollten. Eltern sollten doch gerade vermeiden, dass eine Übertragung der Streptokokken erfolgt.

TT: Bedeutet Tragetuch.

Wenn Kinder beginnen das gleiche zu essen wie ihre Eltern sind sie meist 10 Monate und älter. Ihr Körper hat schon ein gutes Imunsystem aufgebaut, ganz speziell wenn sie gestillte Kinder sind. Früher oder später, spätestens aber dann, wenn Kinder beginnen zukabbeln oder am Boden zu liegen und zu spielen, kommen sie mit Bakterien jeglicher Art in Berührung. Bitte bedenken Sie auch, dass Kinder mit Händen und Mund alles neue erkunden. Daher bin ich der Meinung, dass wir unsere Kinder nicht von "Schmutz" fernhalten dürfen. Wir würden damit die Weiterentwicklung ihres Imunsystems verhindern.
Ich habe nun meine vorherige Antwort auf Ihre Fragen nicht nachgelesen bevor ich diese Antwort schreibe, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich nicht erwähnt habe, die Kinder sollten vom Glas der Eltern oder mit deren Besteck essen. Sollte ich das wirklich gesagt haben, dann haben Sie recht, wenn möglich sollten Eltern nicht Gegenstände, die das Kind in den Mund nimmt, selber vorher in den Mund nehmen.
Nun zur Desinfektion der Brustwarzen vor dem Stillen. Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich während der Schwangerschaft auf der Brustwarze die Montgomerydrüsen entwickeln (kleine Büggeli auf den Brustwarzen). Diese sondern ein Lubirkat (eine (Flüssigkeit) ab, die die Brustwarzen vor Infektionen schütz, geschmeidig erhält und dem Baby hilft einen guten Schluss zwischen Brustwarze und Mund herzustellen. Dieses Lubrikat sorgt also dafür, dass Ihre Brustwarzen sauber sind und das Baby kann diese also ruhig und gefahrlos in den Mund nehmen. Wenn Sie die Brustwarzen vor dem Stillen desinfizieren, trocknen Sie damit die Haut extrem aus. Die meisten Deisnfektionsmittel, so auch Alkohol für diesen Zweck, enthalten Zusätze, die mehr oder weniger stark riechen, was dazu führen kann, dass das Kind die Brust verweigert - Säuglinge haben seinen stark ausgeprägten Geruchssinn. Ich empfehle Ihnen deshalb auf eine Desinfektion der Brustwarzen vor dem Stillen zu verzichten. Was Sie jedoch problemlos tun können ist, diese vor dem Stillenmit heissem Wasser zu waschen.

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Kamasi
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Kamasi »

Guten Tag Frau Müller
Unser zweiter Sohn ist mittlerweile 6 1/2 Monate alt. Ich stille ihn immer noch und möchte langsam abstillen. lange akzeptierte Lorin den Schoppen nicht. Nun geht es mittlerweile besser.
Lorin verbindet trinken an der Brust mit einschlafen. (Mein Fehler!) Wenn er nachts erwacht, vermisst er meine Brust und schreit. Er erwacht meist alle 4 Stunden. Ich bin sicher, dass er nicht sehr durstig ist, sondern nur nuckeln will. Tagsüber kann er im Kinderwagen oder beim Autofahren alleine einschlafen.
Er mag keinen Nuggi und nuckelt auch nicht am Daumen.
Meine Frage:
Wie kann ich ihm seine Gewohnheit stillen/einschlafen abgewöhnen? Muss ich ein anderes Einschlafritual wählen? Möchte ihn auch nicht in den Schlaf wiegen (er hat doch schon ein stattliches Gewicht :lol: mit 8,8kg) Wäre es eine Möglichkeit abends während der Einschlafzeit wegzugehen und meinen Mann zu beauftragen ihn ins Bett zu bringen. Ist sicher mit viel Geschrei verbunden! Wie lange würde die Umstellung durchschnittlich dauern? Ich habe sehr Mühe ein Kind schreien zu lassen :oops:

Mittags isst er fast 200gr Gemüsebrei. Anschliessend trinkt er etwas Wasser. Für den Mittagsschlaf benötigt er wieder die Brust. Ich habe oftmals das Gefühl, dass er gleich platzen wird :wink:
Andere Frage:
Wie viele Schoppenmahlzeiten sind es im Durchschnitt mit 6-7 Monaten? Wie viele ml umfasst eine Schoppenmahlzeit?

Ich danke Ihnen herzlich für eine Antwort!

Mit 6 1/2 Monaten ist Mami noch die wichtigste Person, denn Ihr Kind ist noch immer ein Säugling. Sie haben also sicherlich nichts falsch gemacht. Das Einschlafritual zu ändern ist eine gute Idee, das müssten Sie dann aber auch am Tag ändern. Erklären Sie Ihrem Kind, dass sie zum Einschalfen nicht mehr stillen möchten. Bieten Sie einen Ersatz an, z.B. ein Kuscheltier, ein spezielles Kissen oder so, etwas, das ausschliesslich im Bett zu haben ist und dort auch bleibt also mit Schlafen assoziert werden kann.
Ob Sie nun weggehen oder nicht, es wird so oder so einige harte Tage geben, bis Ihr Sohn akzeptiert hat, alleine einzuschlafen.

Bezüglich der Aussage zu Flaschennahrung weiss ich nicht genau wie viele Flaschenmahlzeiten ein Kind in diesem Alter hat. Auch das Gewicht spielt da eine Rolle und die Menge der Flaschenmahlzeiten ist absolut nicht relevant. Wichtig ist zu wissen, dass Pulvermilch eine andere, und vor allem eine konstante Zusammensetzung hat als Muttermilch. Diese ist zudem viel leichter zu verdauen als Flaschenmilch also auch von daher nicht zu vergleichen.
Sobald Ihr Sohn beginnen wird sich auf dem Boden zu bewegen, werden die zuvielen Gramme zu purzeln beginnen. Diesbezüglich müssen Sie sich also keine Sorgen machen. Er ist nicht überfüttert, denn das geht mit Stillen gar nicht.

Und bezüglich Schreien stimme ich IHnen zu, ich konnte das auch nicht. Dazu noch meine folgenden Überlegungen. Ich denke, dass eine Reaktion auf das Schreien eines Kindes sein Selbstvertrauen sowie das Vertrauen in seine Eltern stärkt. Das Kind in diesem Alter kann sich fast ausschliesslich durch SChreien bemerkbar machen denn es kann ja noch nicht sprechen. Bleibt dieses unbeantwortet, wird das Kind nach einiger Zeit damit aufhören, es hat resigniert weil niemand auf seine Bedürfnisse antwortet. Ich konnte meine Kinder auch nicht schrein lassen und ich habe die deshalb nicht verwöhnt. Schreien bedeutet ja auch nicht immer das gleiche und Eltern können rasch unterscheiden, weshalb ein Baby schreit, ob es Hunger hat, Müde ist, sich unwohl fühlt oder sich langweilt.

Niculina

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Niculina »

Guten Tag Frau Müller-Aregger

Besten Dank, dass Sie im Forum für Fragen zur Verfügung stehen.

Ich bin nun in der 32. Woche schwanger. An meiner rechten Brustwarze hat sich seit ca. der 15. SSW vorne ein ca. 4-5mm langes "Fibrömli" (so nannte es meine Frauenärztin, ohne genau zu erklären, was das sei) mit 1-2mm Durchmesser gebildet. Dieses "Fleischzipfelchen" (mir kommt kein besseres Wort in den Sinn) steht ab, weshalb ich fürchte, dass ich Schmerzen haben werde, sollte mein Kind beim Stillen in dieses beissen. Ist diese Befürchtung berechtigt? Kann man das Fibrom "wegmachen" lassen, sollte es Probleme beim Stillen geben?

Freundliche Grüsse, Niculina

Hallo Niculina

ein Fibrom ist eine gutartige Hautveränderung und kommt oft dorf vor wo Falten sind. Sie bereiten keine Schmerzen und können, je kleiner sie sind, ambulant und mit ganz wenig Aufwand entfernt werden.
Bezüglich des Stillens kommt es darauf an, wo genau dieses Fibrom auf Ihrer Brustwarze liegt. ist es sehr nahe an der Basis der Brustware selber dann wird das kaum ein Problem darstellen. Liegt es etwas von der Basis der Brustwarze weg, sodass das Kind das Fibrom evtl. nur teilweise in den Mund nehmen könnte, kann es unter Umständen Probleme beim Stillen verursachen. Vereinbaren Sie doch einen Termin mit Ihrer Hebamme oder der Stillberaterin an der Klinik wo Sie gebären werden. Diese werden dann einen Hinweis in Ihrern Unterlagen an der Klinik machen und damit darauf hinweisen, dass die ersten Stillmahlzeiten gut beobachtet werden sollen um sicher zu stellen, dass es für Sie und Ihr Kind gut klapt.

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Däneli81
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Däneli81 »

Däneli81 hat geschrieben: Viele Kinder geben nach dem Stillen nach einiger Zeit wieder Milch heraus. Das hängt mit dem manchmal noch unreifen Muskel am Mageneingang zusammen und ist einfach normal. Nimmt Ihre Tochter trotzdem gut zuund hat ausreichend Ausscheidungen ist alles in Ordnung. Das Kötzeln wirdmit der Zeit auch weniger und hört dann auf.
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Wegen dem Kötzeln noch einmal. Unsere Tochter nimmt zwar immer zu, aber eher an der unteren Grenze (hat in den letzten 2 Wochen 320g zugenommen und seit der Geburt 700g (also in 6 wochen)) Ist das genügend? Die Windeln sind auch immer nass, Stuhlgang hat sie nicht so oft. Meistens nur so ein kleines Fürzli ab und zu auch mal ein bisschen mehr. So richtig die Windeln gefüllt, dass es ausgelaufen wäre oder so hat sie noch nie.

Wie sind den Mama und Papa von Gewicht und Figur her? Wenn Ihr Kind Ihnen beiden entspricht scheint mir das in Ordnung zu sein. Ich denke es ist auch wichtig, dass Sie zu einer Mütterberaterin zur Kontrolle gehen. Diese wir die Entwicklung und das Wachstum des Kindes kontrollieren.
Wie lange trinkt Ihr Kind denn pro Stillmahlzeit? Haben Sie sehr viel Milch? kennen Sie schon eine Stillberaterin, z.B. aus der Klinik, wo Sie geboren haben? Machen Sie mit ihr einen Termin aus. Sie hat dann auch Zugriff auf Ihre Unterlagen von der Geburt und kann sich so ein gesamthaftes Bild machen. Gemeinsam mit ihr können Sie evtl. das Stillmanagement optimieren.

Herbstvogel

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Herbstvogel »

Liebe Frau Müller
Danke für ihre Antwort meiner vorherigen Frage, sie haben mir geholfen. Bin nun beruhigt. :D
Habe noch eine Frage. Ich nehme gerne Vitamine über die Wintermonate. Gibt es was diese betreffen Qualitätsunterschiede? Oder ist gleich welche Vitamine man nimmt während der Stillzeit? (Coop/Migros oder besser Apotheke? Elevit sind halt schon recht teuer.)
Wünsche noch gesegnete Weihnachten! Grüsse.

Die Vitaminpräparate, die wir in der Schweiz kaufen können müssen alle einer gewissen Norm entsprechen. Ich persönlich würde etwas wie Supradyn oder ähnliches nehmen. Ich bin auf diesem Gebiet aber nicht die Fachperson, das wäre wohl eher ein Apotheker oder eine Apothekerin.
Zuletzt geändert von Herbstvogel am Do 17. Dez 2009, 22:08, insgesamt 2-mal geändert.

Cailey

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Cailey »

Guten Abend Frau Müller

Ich habe eine Frage betreffend dem Milcheinschuss.
Ich habe bei meinen beiden Kindern eher einen späten Milcheinschuss gehabt (beim 1. Kind nur einen schwachen nach 4 Tagen, war mir aber nicht so sicher ob ich dann überhaupt hatte, auf jedenfall hatte ich nach 3 wochen nach viel abpumpen und ansetzten dann wieder wie einen Milcheinschuss. Beim 2. Kind auch nach 4 Tagen).
Würde gerne wissen ob ich beim 3. mal etwas machen kann, dass ich den Milcheinschuss früher bekomme?

Danke für Antwort.

Der so genannte Milcheinschuss ist eigentlich nicht wirklich Milch sondern eine vermehrte Druchblutung des Brustdrüsengewebes und vermehrte Lymphflüssigkeit. Deshalb werden die Brüste einige TAge (von Frau zu Frau unterschiedlich) hart, gerötet und warm. Dies wird ausgelöst durch die Hormonumstellung nach der Geburt der Placenta. Erst mit diesem "Milcheinschuss" kann sich die Milchproduktion voll entfalten. Dies ist ein physiologischer Vorgang. Ich nenne diesen Prozess deshalb sehr gerne den "physiologischen Milcheinschuss". Jede Frau empfindet diesen Vorgang anders. Die eine ganz stark, die andere aber gar nicht. Das hat nicht zwingend etwas mit der dann nicht mehr unterdrückten Milchbildung zu tun.
Sie können den Vorgang unterstützen und vielleicht beschleunigen indem Sie bald nach der Geburt häufig stillen. Es ist normal ein Neugeborenes häufig zu stillen (die Fachliteratur schreibt sogar von 8 - 12 mal in 24 Stunden), wenn man bedenkt, dass sein Magen nur gerade ca. 5 ml Milch (Kolostrum) aufnehmen kann.
Ich wünsche Ihnen alles Gute

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Trochantor
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Trochantor »

guten abend frau müller
unsere tochter ist nun knapp 6 1/2 monate alt. beim ersten kind hatte ich nie probleme mit zu wenig milch und konnte gut 15 monate stillen. diesmal möchte ich noch länger stillen wenn es irgenwie möglich ist. diesmal ist es oft knapp mit der milch, vor allem auf den stress reagiere ich sehr. bis jetzt ging es aber immer wieder mit stillen und konnte mit aufgetauter muttermilch überbrücken. am abned ist es oft knapp mit der milch.
nun habe ich mit 6 monaten angefangen brei zu geben, obwohl sie noch keine anzeichen hatte, dass sie essen möchte (wurde von allen gesagt, dass es spätestens mit 6 monaten zeit sei ihr brei anzubieten). bis vor 3 tagen musste ich ihr immer den löffel reinstossen, seit 3 tagen macht sie den mund selber auf und isst nun ca. 30g brei. danach stille ich sie noch und biete keine flüssigkeit an, aus angst, dass die milch zurück geht. kann ich dies weiter so machen? oder lernt sie so nie richtig zu essen wenn ich ihr kein wasser anbiete, aner dafür nach dem essen die brust?
sie sitzt nun zu fast allen mahlzeiten bei uns am tisch. sie zeigt aber weiterhin kein intresse am essen. wenn sie z.b. einen löffel in der hand hat, ist sie zufrieden und beobachtet uns auch nicht wie wir essen. einmal gab ich ihr ein stück brot und sie hat es nach einigen min. in den mund genommen,aber nur kurz und dan sein gelassen. soll ich nun nochmals warten mit brei und essen einführen? oder soll ich so weitermachen? und wie lange könnte ich sie nur mit muttermilch ernähren wenn ich auf ihre anzeichen zum essen warte? (sie ist mit dem gewicht im durchschnitt, also mit 6 monaten war sie 6940g).
vielen dank schon mal im vorus fürs lesen und die antowrten

Solange ein Kind keine ganze Mahlzeit isst, ist es völlig normal, ihm nach dem Essen die Brust anzubieten. Wir gehen davon aus, dass eine ganze Mahlzeit ca. 180g Brei ist. So wie Sie vorgehen ist es also völlig in Ordnung.
Zur Milchbildung ist zu sagen, dass diese eine Wechselwirkung von Nachfrage und Angebot ist. Je häufiger Sie Stillen und dabei die Brust gut "entleert" wird, umso mehr Milch produziert Ihr Körper, aber natürlich nur soweit das aufgrund der vorhandenen Milchbildungsdrüsen möglich ist. Grundsätzlich gilt, häufiges entleeren der Brüste = mehr Milch (sehr rudimentär ausgedrückt).
Dass Ihre Tochter mit 6 1/2 Monaten noch nicht wirklich Interesse an Ihren eigenen Mahlzeiten zeigt ist auch völlig im Rahmen. Erst im Laufe des 2. Lebenshalbjahres wird das Kind irgendwann Interesse an fester Nahrung zeigen. Wann IHre Tocher soweit ist müssen Sie leider selber herausfinden. Sie wird beginnen nach Essen zu greifen oder ihre Eltern ganzu genau zu beobachten, wenn diese Essen und dabei Essbewegungen mit ihrem Mund machen. Auch hier, also alles im völlig in Ordnung.
Jede Frau reagiert auf Stress mit einem schlechtern Milchfluss. Dieser hat aber nichts mit der Milchmenge zu tun. Stresshormone verhindern das ausschütten von Oxytocin. Dieses Hormon ist dafür verantwortlich, dass die Milch aus den Milchbildungsdrüsen in die Milchgänge und zur Brust gedrückt wird. Die Milchbildungsdrüsen sind von einem Muskelnetz umgeben, das auf das Hormon Oxytocin mit Zusammenziehen reagiert. Gegen Abend haben wir alle "Stress", den wir aber meistens nicht als solchen identifizieren. Wir sind müde, also ungeduldiger und die Situation gegen Abend in jeder Familie ist "stressig". Da diese Situation aber für uns völlig normal ist,empfinden wir sie nicht mehr als Stress. Sie können sich selber etwas Gutes tun indem Sie z.B. Lecitzinkapseln nehmen. Diese verhelfen Ihnen zu mehr Gelassenheit und stärken Ihr Nervenkleid. Das wiederum hilft Ihnen, gelassener an "stresssituationen" heran zu gehen und das wiederum lässt Ihre Milch besser fliessen.

nonproprio
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von nonproprio »

Liebe Frau Müller-Aregger,

herzlichen Dank für Ihre Antwort betreffend Mens und Stillverweigerung bei meiner 2,5 Monate alten Tochter. Ich organisiere zur Zeit Milchpumpe, Flasche und Stillhütchen - hatte bisher noch keines davon.
Meinem Gefühl nach könnte insbesondere Ihre Erklärung bezüglich "zuviel Brustwarze erfassen & Würgereflex" zutreffen.

Wie kommt es aber dazu?
Wieso hat meine Tochter "verlernt", aus der Brust zu trinken? (sie hat ausser des Nuggis nie anders im Mund gehabt, und der Nuggi hat sie, seit sie 1 Monat alt war)
Wie kann ich das Wieder-Erlernen unterstützen?

Ganz herzlichen Dank und liebe Grüsse!
Liebe Frau Müller-Aregger,

unsere Tochter ist zweieinhalb Monate alt und wird vollgestillt. Sie nimmt gut zu und ist sehr zufrieden.
Letzte Woche hat bei mir die Mens wieder eingesetzt, und seither "verweigert" sie die Brust. Ich muss sie "austricksen" (im Halbschlaf stillen, beim Laufen stillen, usw.), damit sie trinkt.
Es geht ihr weiterhin gut, die Windeln sind gefüllt und sie verhält sich nicht anders als sonst - ausser eben, dass sie die Brust anschreit, gar nicht nimmt oder nimmt und dann gleich loslässt. Milch hat es immer noch genug (wenn sie die Brustwarze "empört" loslässt, ist ihr Mund voller Milch), der Strahl ist nicht zu stark (oder nicht anders als sonst).

Die "Verweigerung" dauert jetzt seit einer Woche, sie wird immer noch gut ernährt, aber die Stillmahlzeiten sind leider zu einem Kampf geworden, zumindest wenn sie wach ist. Ich möchte ganz fest weiterstillen.

Ist das nur vorübergehend so?
Tipps?

Herzlichen Dank!

Bei Einsetzen der Mens verändert sich manchmal auch der Geschmak der Milch und es kann sein, dass dieser Ihrer Tochter nicht wirklich passt. Sollte sich die Situation nicht von selber bis über das Wochenende entspannen würde ich an IHrer Stelle eine Stillberaterin aufsuchen.
Haben Sie schon versucht Ihre Milch abzupumpen und mit der Flasche zu geben? Ist die Situation dann gleich oder trinkt sie problemlos aus der Flasche? Die Frage kommt mir so spontan in den Sinn. Wäre interessant zu wissen wie das ist. Evtl. ist es eben doch ein sehr starker Spendereflex am Beginn der Stillmahlzeit.
Haben Sie schon einmal mit einem Stillhütchen versucht zu Stillen? Es könnte sein, dass sie zuviel von Ihrer Brustwarze in den Mund nimmt, das könnte dann fast einen Würgereflex auslösen oder aber per se unangenehm sein.
Vielleicht können Sie diese beiden Tipps diese Woche noch ausprobieren und eine kurze Rückmeldung in das Forum schreiben?
Zunächst vielen Dank für das Einkopieren meiner ersten Antwort.
Wenn Sie mit dem Stillhütchen probieren sollten Sie dies nur während 2-3 Mahlzeiten tun und dann wieder ohne Stillhütchen stillen. Das Stillhütchen kann Ihre Tochter weniger weit in den Mund nehmen als die Brustwarze, es ist weniger elastisch. Evtl. lernt sie so, dass sie weniger des Brustwarzengewebes hinein ziehen soll.
Sollte dies nicht klappen würde ich an IHrer Stelle eine Stillberaterin in der Nähe aufsuchen und Ihr die Geschichte, inkl. meiner Tipps schildern. Wenn Sie dann dort Stillen, wird die Kollegin am ehesten sehen können, wo das Problem liegt.
weiterhinviel Erfolg.

heffalump
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Wohnort: An der Sonne...meistens :)

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von heffalump »

Liebe Frau Müller

Ich habe am 3.11.2009 eine gesunde tochter zur welt gebracht. Sie kam genau am vorgesehenen termin zur welt und war 45.5 cm klein und 2820 g leicht.
Mit 5 wochen wog sie 3530 g, womit die kiÄ leider nicht zufrieden war. Anfangs hat sie sehr gut zugenommen (270 g/woche), in den letzten 3 wochen insgesamt jedoch nur noch 380 g. Ich musste sie diese woche wieder wägen gehen und leider hat sie in einer woche nur 30 g zugenommen (allerdings hatte sie grad vor dem wägen noch zünftig die windel vollgemacht :) ). Die kiÄ gibt mir nun noch zeit bis nächsten dienstag und wenn sie bis dahin nicht richtig zugenommem hat (die kiÄ geht davon aus, dass stillkinder in diesem alter 200 g/woche zunehmen müssten), dann muss ich zuschöppelen. Dies würde ich jedoch sehr schade finden und suche darum nach gründen und lösungen, die geringe gewichtszunahme zu verbessern.
Die kiÄ hat mir empfohlen, bei jedem zweiten stillen danach noch mit einer elektrischen pumpe abzupumpen, um die milchproduktion zu stimulieren. Ich habe jedoch nicht das gefühl, dass ich zuwenig milch hätte, es ist nur so, dass meine tochter oftmals einschläft nach ca. 9 minuten. Ich versuche sie dann zu wecken und kann sie dazu bewegen nochmals ca. 5 minuten zu ziehen. Sie trinkt je nachdem alle 2.5, 3 oder 4 stunden (einen wirklichen rhythmus haben wir nicht). Laut kiÄ wäre es ideal, wenn ich sie alle 3 stunden für 15 minuten an der einen brust und nochmals für mind. 5 minuten an der anderen brust trinken lassen würde. Nur habe ich das gefühl, wenn sie solange trinkt, dass sie dann vieles wieder auskötzelt danach.
Ich frage mich nun, ob es nicht auch einfach sehr individuell ist, wieviel ein kind zunimmt und dies ist wohl auch nicht konstant. Ich meine, es könnte ja sein, dass sie letzte woche wenig zugenommen hat und nächste woche dafür wieder mehr, oder?
Der vater des kindes war bei der geburt (termingerecht) auch klein (47 cm) und leicht (2700 g). Hat dies vielleicht auch einen einfluss? Ausserdem ernähre ich mich vegetarisch. Zeigt sich das in der "qualität" meiner milch? Kann das zusätzliche abpumpen einen einfluss auf die "qualität" meiner milch haben, oder geht die kiÄ davon aus, dass ich nicht genug hab?
Möchte noch sagen, dass meine tochter sonst gesund und aufgeweckt ist und keinerlei anzeichen von fehlender nahrung zeigt! Sie ist in 5 wochen 5 cm gewachsen und der kopfumfang hat sich von 32 cm auf 36.5 cm vergrössert.

Entschuldigung, dass es so ein roman geworden ist...und vielen lieben dank bereits jetzt für eine antwort. Ich möchte einfach gerne eine 2. meinung von einer fachperson haben. Hat sie wirklich zuwenig zugenommen?

Liebe grüsse

heffalump

Als erstes möchte ich Ihnen empfehlen mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe KOntakt aufzunehmen. Sie kann mit Ihnen gemeinsam gegenüber der Kinderärztin das Stillen vertreten und die beiden Fachfrauen Kinderärztin und Stillberaterin IBCLC können Sie und IHre Tochter gemeinmsam begleiten und so sicherstellen, dass es ihr an nichts mangelt.
Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass sämtlich Richtwerte aus der Fachliteratur eben einfach Richtwerte sind. Jeder Mensch ist anders und solange Ihr Kind gesund ist, kann es auch mal etwas weniger zunehmen. Ich kann die Bedenken Ihrer Kinderärztin sehr gut verstehen. Neugeborene Kinder müssen zwingend eine gewisse Menge an Nahrung und Flüssigkeit erhalten. Ist das Kind bei der Geburt klein und fein wie Ihre Tochter, ist umso mehr darauf zu achten und das ist ja auch die Aufgabe der Kinderärztin, die Gesundheit IHrer Tochter zu überwachen.
Ich selber habe schon öfter kleine zarte Menschlein begleiten dürfen, die nicht nach Buch zugenommen haben. Meistens sind die Eltern dann auch nicht gerade 2 Meter gross und ???? Kilos schwer.
Achten Sie jedoch darauf, dass Ihre Tochter 5-7 nasse Windeln in 24 Stunden und ausreichend Stuhlgang ca. 1-2 mal in 24 Stundne hat.
Wenn Sie an der Brust einschläft empfehle ich Ihnen, das Kind auf den Rücken auf den Boden zu legen. Dies ist weit weg von Mamis Armen, kalt, hart und ungemütlich, sie wird sicher ganz rasch Wach. Jetzt können Sie das Kind auf der anderen Brust anlegen und erhält somit etwas mehr Fettanteile mit der Milch und diese sind für das Gewicht wichtig.
Sie könnten auch unmittelbar nach dem Stillen noch abpumen, diese Milch zugedeckt in einer weiten Tasse stehen lassen und am Anfang der nächsten Mahlzeit die oberste Schicht dieser Milch, also die Fettschicht, mit dem Löffel verfüttern.
Wie Sie sehen gibt es Wege, um die Gewichtszunahme zu optimieren, aber am besten eben indirekter Zusammenarbeit mit einer Stillberaterin IBCLC.

Novus

Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Novus »

Guten Abend Frau Müller,

gerne möchte ich Ihnen folgende Frage zum Thema Stillen stellen:

ich hatte kürzlich eine mühsame Auskratzung, darauf folgte nach einer Woche eine Sturzblutung, welche nun seit vier Tagen mit einem Hormonpräparat gestillt wird (Cyclacur). meine Ärtztin meinte nur, dass in Folge nun meine Milch zurückgehen könne, was ich aber auf alle Fälle verhindern möchte. Ich habe mein erstes Kind 14 Monate lang gestillt und möchte mein zweites (9 Wochen) auch so lange wie nur möglich stillen. Könnte mir allenfalls ein Stilltee helfen, damit ich nicht "von der Milch falle"? Hätten Sie mir vielleicht noch einen anderen Tipp, wie ich zu meinem "herzwarmen Brunnen" Sorge tragen könnte?

Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

freundliche Grüsse
Novus


Hallo Novus
es gibt verschiedene Möglichkeiten die Milchproduktion zu unterstützen. Stilltee ist richtig und gut, bitte einfach soviel trinken wie auf der Packung angegeben ist. Sie könnten auch täglich, zusätzlich zum Stillen 1 - 2 mal Abpumpen. Das Prinzip der Milchbildung ist das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Wenn die Milch der Brust abgefragt wird, steigert der Körper die Produktion soweit wie möglich.
Ihre Ärztin hat Ihnen die richtige Information gegeben: das Hormonpräparat kann, muss aber die Milchbildung nicht unbedingt beeinträchtigen. Es muss also nicht unbedingt sein, dass ein drastischer Milchrückgang stattfindet.

minikids
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von minikids »

guten abend

ich stille jetzt noch morgen und abend (immer nur 1 seite, d.h. morgens die rechte brust, abends die linke brust).

da ich letzte nacht im spital war, brauchte mein gg milch vom vorrat. jetzt habe ich sozusagen keine milch mehr vorrätig. jetzt wollte ich fragen wie ich jetzt vorrat anlegen kann, ohne dass ich danach die milch wieder zu fest anrege?

die andere frage ist, ich habe gestern im spital abgepumpt und die milch war leicht grünlich (hatte keine medis intus ausser der infusion). ich denke die kann ich eher nicht mehr einfrieren oder?

vielen dank jetzt schon mal für die antworten.

Die Milch von letzter Nacht würde ich auch nicht unbedingt einfrieren. Sicherlich standen Sie unter Stress und der Milchfluss war daher nicht so gut wie sonst. Das heisst wiederum, dass der Fettanteil wahrscheinlich gering war und die Milch deshalb so "komisch" in der Farbe war.
Sie können gut am Morgen, eine Stunde nach Beendigung der Stillmahlzeit abpumpen und diese Milch dann wieder einfrieren. Mit einigen Tagen dazwischen, können Sie das auch 3-4 mal machen, ohne dass Ihr Körper wieder auf volle Produktion umstellt.

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iselle
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von iselle »

Sollte ich Ihnen etwas Falsches „unterstellt“ haben, bedaure ich dies. Ich finde, dass die Kariesbakterien nicht mit anderen Bakterien zu vergleichen sind. Für mich ist es ein Riesen-Unterschied, ob sich ein Kleinkind mit „Dreck“ abhärtet (was meine Tochter liebend gerne macht) oder eine mögliche Hauptursache für Karies in den Mund geschoben erhält. Das Kleinkind kann sich ja nicht dagegen wehren.

Vielen lieben Dank auch für die Informationen betr. BW-Desinfektion. Da mein Kleinkind nur noch 2mal trinkt, werde ich die BW einfach mit Wasser reinigen (sofern es weiterhin trinken will).

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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Däneli81 »

Däneli81 hat geschrieben:
Däneli81 hat geschrieben: Viele Kinder geben nach dem Stillen nach einiger Zeit wieder Milch heraus. Das hängt mit dem manchmal noch unreifen Muskel am Mageneingang zusammen und ist einfach normal. Nimmt Ihre Tochter trotzdem gut zuund hat ausreichend Ausscheidungen ist alles in Ordnung. Das Kötzeln wirdmit der Zeit auch weniger und hört dann auf.
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Wegen dem Kötzeln noch einmal. Unsere Tochter nimmt zwar immer zu, aber eher an der unteren Grenze (hat in den letzten 2 Wochen 320g zugenommen und seit der Geburt 700g (also in 6 wochen)) Ist das genügend? Die Windeln sind auch immer nass, Stuhlgang hat sie nicht so oft. Meistens nur so ein kleines Fürzli ab und zu auch mal ein bisschen mehr. So richtig die Windeln gefüllt, dass es ausgelaufen wäre oder so hat sie noch nie.

Wie sind den Mama und Papa von Gewicht und Figur her? Wenn Ihr Kind Ihnen beiden entspricht scheint mir das in Ordnung zu sein. Ich denke es ist auch wichtig, dass Sie zu einer Mütterberaterin zur Kontrolle gehen. Diese wir die Entwicklung und das Wachstum des Kindes kontrollieren.
Wie lange trinkt Ihr Kind denn pro Stillmahlzeit? Haben Sie sehr viel Milch? kennen Sie schon eine Stillberaterin, z.B. aus der Klinik, wo Sie geboren haben? Machen Sie mit ihr einen Termin aus. Sie hat dann auch Zugriff auf Ihre Unterlagen von der Geburt und kann sich so ein gesamthaftes Bild machen. Gemeinsam mit ihr können Sie evtl. das Stillmanagement optimieren.
Also ich bin schon eher klein (1m58) auch gibt es in meiner Familie sehr viele kleine eher zierliche Personen), die Familie meines Mannes ist eher gross (er selber ist NUR 1m78). Ich lasse meine Kleine natürlich auch von der Mütterberaterin wägen und sie ist bis jetzt zufrieden, auch mein Kinderarzt hat bei 1-Monatuntersuch nichts gesagt wegen dem Gewicht und der geringen Zunahme. Nur der Arzt, der den Hüft-Us gemacht hat, hat mir ein bisschen *Angst* gemacht und er meinte auch ich müsse sie mind. alle 3h ansetzen. (sie trinkt aber nicht schön, wenn ich sie wecke und zum Trinken dränge... ich versuche sie aber schon am Tag sicher nach 4h zu wecken (drehe sie mal langsam auf den Rücken))
Sie trinkt meistens zwischen 5- höchstens 10 Minuten, die letzt Mahlzeit,bevor ich ins Bett gehe, kann ich ihr manchmal auch beide Brüste geben. Sie hat 6-7 Mahlzeiten pro Tag.
ich glaube eigentlich schon, dass ich genügend Milch habe, so vom tönen her. So richtig prall sind meine Brüste aber nicht mehr so wie damals bei meine 1.Tochter.
Gibt es irgendwo eine Liste von den Stillberaterinnen? Ich kenne schon eine vom Spital, aber es wär mir lieber, eine Stillberaterinne hier in der Nähe aufzusuchen.

Ja es gibt eine Liste im Internet unter http://www.stillen.ch Adressen. Ich finde es eine gute Idee, mit einer Stillberaterin persönlich die Fragen, die Sie beschäftigen, zu besprechen. Nach Ihren Schilderungen bin ich ziemlich sicher, dass alles in Ordnung ist.

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Samu
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Re: 14.-20.12.2009: Stillberaterin

Beitrag von Samu »

Grüazi Frau Müller!

Hätte auch noch eine "kleine" Frage.

Unser zweiter Sohn ist nun 6 Monate alt und ich stille ihn noch voll (habe vor ca. 2 Wochen mit dem Mittagsbrei angefangen). Leider merke ich, dass ich am Abend fast keine Milch mehr habe :cry: . Habe schon einiges versucht, trinke viel Rivella (habe ich aber schon früher gemacht, denke eben nicht, dass mir das mehr bringt), habe viel Stilltee getrunken und seit einigen Wochen nehme ich Lezithin-Kapsel. Am Anfang hatte ich wirklich mehr Milch, nun aber nimmt es wieder ab. Das Problem ist, dass mein kleiner Sonnenschein keine Schoppenmilch nimmt... angefangen habe ich mit Beba HA (wir sind beide Allergiker). Da hats ihn regelrecht "gestreckt", also habe ich abgesetzt und das normale genommen. Am Anfang hat er ein paar Mal einen auf die Nacht genommen, aber das ist nun leider vorbei. Ich arbeite 1 Tag pro Woche und habe ihn dann meistens schon über Nacht bei meinen Eltern und ich schaffe es knapp den Tagesbedarf während der Woche abzupumpen... ich habe schon verschiedene Pulver versucht, aber sobald wir mit der Flasche kommen, wird er richtig hässig und stösst sie weg. MuMi ist kein Problem, die nimmt er problemlos (auch von mir).
Haben sie evt. einen Tipp, wie wir weiterfahren sollen? MuMi mit Schoppen mischen? (Obwohl ich gehört habe, dass das ernom gruusig sein soll) Ihn einfach mal "hungern" lassen, bis er den Schoppen nimmt? Bin langsam mit meinem Latein am Ende und je mehr ich mir Gedanken darüber mache, desto mehr habe ich das Gefühl, dass die Milch noch mehr zurück geht. Wir sind in der Nacht momentan soweit, dass er fast alle 3h kommt (und ich bin mir sicher, dass es daran liegt, dass zuwenig Milch kommt...).

Würde mich über Antwort freuen! DANKE!

Freundliche Grüsse Mami79

Hallo Mami79

ich habe die Zusammenhänge mit dem MIlchfluss und Stress einer anderen Mutter in diesem Forum ausführlich beantwortet, Darf ich Sie bitten dort nachzulesen?
Je mehr Gedanken (Stress) Sie sich machen, umso schlechter fliesst Ihre Milch, ganz besonders abends, wenn wir alle sowieso schon müde sind und folglich "stress" haben. Mit diesem Wissen können Sie evtl. den Stress am Abend etwas abbauen und die MIlch fliesst dann wieder besser.
Bezüglich Milchbildung sollten Sie wissen, dass eine ausgewogene und ausreichende Ernährung sowie eine adäquate Trinkmenge ausreichen sollten um die Milchbildung aufrecht und ausreichend zu erhalten. Was heisst nun adäquate Trinkmenge. Trinken Sie dann wenn Sie Durst haben, dann aber sicher. Trinken Sie nicht zuviel, d.h. zwingen Sie sich nicht zum Trinken, das kann eine negative Wirkung auf die MIlchbildung haben. Ich habe das an mir selber gesehen als ich mich aufgrund des Stillens gezwungen fühlte, mehr zu trinken als ich eigentlich Durst hatte. Das Problem mit dem Trinken ist nur, dass wir oftmals das Signal Durst garnicht mehr wahrnehmen, weil wir so viel anderes zu tun haben.
TRinken aus der Flasche ist für das Kind eine andere Technik, Nahrung zu sich zu nehmen. Es muss also etwas neues lernen denn trinken aus der Flasche ist nicht gleich Stillen. Deshalb empfehle ich Ihnen, Ihrem Sohn die Flasche ein einer anderen Position anzubieten als die Brust. Er soll dazu sitzen, z.B. in einem Babysitter, und nicht in ihrem Arm sein. Im Arm eines Menschen zu liegen wird jedes Stillkind sofort mit Stillen assoziieren, denn das ist was eskennt. Halten Sie die Flasche oder eine Schnabeltasse waagrecht an seine Lippen, sodass er den Sauger oder den Schnabel der Tasse selber in den Mund nehmen kann. Das braucht am Anfang etwas Geduld, aber die Kinder lernen ernom schnell. Wenn er dann gelernt hat mit dieser anderen Technik die Nahrung zu sich zu nehmen, können Sie ihn auch wieder in den Arm nehmen, allerdings sitzend, um ihn zu füttern.
Übrigens, Abpumpen sollten Sie am besten am Vormittag,1 Stunde nach dem Ende der Stillmahlzeit. Das können Sie auch über eine längere Zeit regelmässig tun, das signalisiert Ihrem Körper auch, mehr Milch zu produieren.
Viel Erfolg

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