Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Rat bei Stillproblemen und Säuglingsernährungsfragen

Moderator: Züri Mami

Antworten
dza-na
Newbie
Beiträge: 1
Registriert: Mo 9. Jan 2023, 22:34
Geschlecht: weiblich

Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von dza-na »

Hallo Zusammen :D
Achtuuuung, sehr lange Geschichte….
Meine Tochter, 8 Monate, hat eine Kuhmilchallergie. Die erste Reaktion hatte sie, als sie 4 Wochen alt war. Sie hatte Blut im Stuhl. Wir mussten in denn Notfall. Dort wurde Sie von Ärzten untersucht. Man stellte fest, dass sie eine Kuhmilchunverträglichkeit hat. Dann hiess es, dass ich entweder weiter stille, aber somit auf sämtliche Lebensmittel mit Kuhmilch verzichte oder meine Tochter nimmt eine Aptamil-Spezialnahrung (Aptamil Pepti Syneo). Ich entschied mich für das Stillen. Das tat ich dann, ca. mind. 2 Monate lang weiter. Zuerst wurde es etwas besser, sie hatte weniger Blut im Stuhl, aber aufs Mal wurde es mehr. Laut Kinderarzt musste ich dann auch auf Lebensmittel mit Soja verzichten. Was dann zu viel wurde, und ich auf Aptamil Pepti Syneo umgestiegen bin. (Somit auch abgestillt). Dann kam gar kein Blut mehr. Aber plötzlich, nach ca. 1 Monat wieder! Dann hiess es, dass sie eine sehr starke Form von Allergie hat, und wir aufs Aptamil AS Syneo umsteigen müssen. Da war sie fast 5 Monate alt. Und seither was alles gut. Nie wieder Blut im Stuhl. Mittlerweile ist sie 8 Monate : Nächste Woche schon 9. Laut Kinderärztin kann man mit 8 Monaten wieder versuchen, langsam mit Milchprodukte zu starten. Das tat ich vor 2 Wochen. Ich habe angefangen in ihrem Brei, eine winzig kleine prise Parmesan dazuzugeben. Und jeden Tag habe ich gaaaaanz klein wenig mit den Milchprodukten gesteigert. Doch heute Abend, kam mir ihr Stuhl etwas komisch vor. Hatte das Gefühl es wäre etwas rötlich… Vlt liegt es am Essen hoffentlich und nicht wegen der Milch!!! Habe mal irgendwo gelesen, dass manche Kinder erst wieder im Kindergartenalter die Kuhmilch vertragen…
Ich kenne niemand der auch solche Erfahrungen gemacht hat, es ist wirklich schwer „allein“ damit zu sein. Ich hoffe sehr, dass ich eine Mami erreiche, die ähnliche Erfahrungen gemacht hat….

Benutzeravatar
ChrisBern
Wohnt hier
Beiträge: 4204
Registriert: Di 14. Nov 2017, 08:49
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von ChrisBern »

In meinem Kollegenkreis haben das erstaunlich viele Kinder. Mein Sohn hatte leider "nur" eine Unverträglichkeit und keine Allergie, daher zeigte es sich nie im Blut. Daher haben wir viel zu lange normale Pulvermilch gegeben, es besserte massiv, als wir mit ca. 1.5 Jahren auf Hafermilch umstellten (er konnte schlafen und der krasse Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung hörte auf). Wir haben immer mal wieder pasteurisierte Milch versucht, er selbst verweigerte das dann immer nach ein paar Tagen, vermutlich intuitiv. Seitdem er 3 ist, nimmt er Milch und Joghurt wieder normal und hat keine Probleme mehr.

Im Bekanntenkreis: eine Kollegin hat mit ca Jährig wieder Milch gegeben, ohne Probleme. Ein anderer konnte bis fast Schulalter keine Milch zu sich nehmen, inzwischen ist er 10 und hat immer noch massive Verdauungsprobleme (atypischer Durchfall). Bei einem anderen Kollegen kriegt der Sohn (3 Jahre) immer noch Hafermilch, isst aber sonst normal Milchprodukte. Auch er hatte eine gewisse Zeit mit vielen MD Infekten zu kämpfen.

Ich würde es langsam angehen lassen und vermutlich noch bis Jährig warten. Würde mir das Leben nicht zu schwer machen, wenn sie die andere Milch gut nimmt, würde ich es nicht forcieren. Man macht sich selbst am Ende ja verrückt und ein Baby kann Bauchschmerzen noch nicht gut artikulieren. Wir haben damals glaube einfach geschaut, wie unser Kind noch zu kalzium kommen kann (Mandelmus, hafermilch mit Kalzium). Alles Gute euch!

Mialania
Stammgast
Beiträge: 2215
Registriert: Fr 27. Sep 2019, 13:50
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von Mialania »

Einer meiner Söhne hat auf Milchprodukte reagiert, überall Ausschlag, wo ihn Käse, Milch oder ein anderes Milchprodukt berührt hat.
Nach 13 oder 14 Monaten hat sich das dann verwachsen und er hat sich zum Frühstück teilweise nur von Käse ernährt.
Ich würde wie ChrisBern auf Milchprodukte bei ihr verzichten und es nicht forcieren.

Bleistift79
Senior Member
Beiträge: 599
Registriert: Di 13. Dez 2011, 20:47
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von Bleistift79 »

Kuhmilchallergie an sich, gibt es als Diagnose nicht. Entweder es ist eine Laktose Intoleranz oder eine Milch-Eiweiss Allergie.

Wie wurde die Diagnose gestellt? Hat der Kia eine Ausbildung in Allergologie?

sonrie
Urgestein
Beiträge: 10382
Registriert: Do 27. Mai 2010, 19:40
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von sonrie »

Wann / wie bekommt ein 4 wochen altes Baby Kuhmilch bzw. wie wird ein Säugling auf eine Kuhmilchallergie untersucht?
"Wenn Aufregung helfen würde, Probleme zu lösen, würde ich mich aufregen." (Angela Merkel in "Die Getriebenen")

Benutzeravatar
ChrisBern
Wohnt hier
Beiträge: 4204
Registriert: Di 14. Nov 2017, 08:49
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von ChrisBern »

sonrie hat geschrieben: Mi 11. Jan 2023, 08:56 Wann / wie bekommt ein 4 wochen altes Baby Kuhmilch bzw. wie wird ein Säugling auf eine Kuhmilchallergie untersucht?
Mit Pulvermilch bzw via stillen, wenn die Mutter Milchprodukte zu sich nimmt. Und korrekt, es heisst Milcheiweissallergie oder -Unverträglichkeit. Anzeichen sind in der Regel Blut im Stuhl.

Man kann eine allergie bzw Intoleranz im Blut sehen, eine Unverträglichkeit allerdings nicht. Meistens wird es eher im Ausschlussverfahren gemacht, dh Milch beim stillen weglassen oder eben Pulvermilch ohne Milcheiweiss geben. Leider haben die Kinder in der Regel auch Probleme mit Soja, so dass ein weiterstillen oft sehr kompliziert wird und alle, die ich kenne, über kurz oder lang abgestillt haben und die die andere Milch umgestellt haben. Diese gibt es nur auf Rezept und schmeckt den Kindern nicht unbedingt, gibt aber inzwischen zum Glück verschiedene Marken.

Ps: auch DAS Milcheiweiss gibt es nicht, sondern es gibt verschiedene. Einige sind hitzeresistent, aber nicht, was es noch komplizierter macht rauszufinden, was das Kind verträgt oder nicht.

sonrie
Urgestein
Beiträge: 10382
Registriert: Do 27. Mai 2010, 19:40
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von sonrie »

ui, krass - das wusste ich icht dass man Allergien im Blut nachweisen kann. Danke für die Info.
"Wenn Aufregung helfen würde, Probleme zu lösen, würde ich mich aufregen." (Angela Merkel in "Die Getriebenen")

Globi15
Newbie
Beiträge: 4
Registriert: Fr 27. Jan 2017, 20:21
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von Globi15 »

Hier bei uns ganz ähnlich. Jüngste ist nun 13 Monate. Ebenfalls Aptamil as und inzwischen sind wir wieder bei Pepti Syneo (anscheinend hat sich da was getan). Wir haben mit ein paar Löffel Joghurt begonnen (auf Anraten der Ärztin), das verträgt sie inzwischen. Milch, Käse usw. reagiert sie noch mit Unwohlsein, Durchfall und Rötungen. Ich würde mir keinen Stress machen, wir testen hin und wieder mal was aus zum Beispiel Lasagne vor kurzem, das hat dann aber zu oben genannten geführt. Inzwischen sind wir entspannt, aber anfangs hatten wir auch grosse Sorgen mit dem vielen Blut im Stuhl. Ich lese also gerne mit.
Alles gute!

anima
Newbie
Beiträge: 7
Registriert: Di 7. Okt 2014, 07:24
Geschlecht: weiblich

Re: Wer hat alles Kuhmilchallergie Erfahrungen?

Beitrag von anima »

Bei meiner Tochter, die erste 5 Mo vollgestillt war, wurde uns wegen dem erhöhten Allergierisiko (gewisse Anzeichen beim Einführen von ersten Breien im Alter von 6 Mo) von unserer KiA Ziegenmilch-Pulver empfohlen. Wir haben Bambinchen Pulver noch über ca weitere 8 Monate gegeben und eine Art Hüttenkäse selber aus frischen Zigenmilch gemacht.
Allerdings wird es in Deinem Fall auch keine Alternative, falls Dein Baby tatsächlich laktoseintolerant ist. Ich würde es auf jeden Fall wenn möglich abklären lassen.

Antworten