Kindergartenlehrerin

Unsere grossen Kleinen und unsere kleinen Grossen. Was uns in diesem Abschnitt der Kinder begleitet, beschäftigt und interessiert.

Moderator: conny85

Drag-Ulj
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Drag-Ulj »

danci hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 07:09 Ich bin einfach der Überzeugung, wir sollten mehr Vertrauen haben, in unser Kind, in unsere Beziehung und auch in unsere Erziehung. Dass wir dem Kind die Ressourcen mitgegeben haben, um die Schule und das Leben an sich zu meistern. Und dass wir es, sollte es gerade irgendwo haken, was immer mal wieder passieren kann, bemerken, dass es auf uns zukommt und entsprechende Massnahmen ergriffen werden können, in der Schule und/oder durch Stärkung des Kindes. Es ist aber ein Prozess, auch für die Eltern.
Was für ein schöner Gedanke.

Drag-Ulj
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Drag-Ulj »

ChrisBern hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 08:12
Überlege mir manchmal, wie das wäre, wenn mir dauernd jemand erzählen würde, wie ich meinen Job zu machen habe...
Das wäre bestimmt unschön und doch sehr nötig, wenn du immer mal wieder was verbockst ;) (entschuldige den respektlosen Ausdruck). Für mich machts einen Unterschied, obs um Ware geht oder um Kinder. Und wenn ich tw. höre, wie LPs über Eltern reden, dann gilt dies ja umgekehrt auch. Ich sehe beide Seiten wirklich, ich habe 3 Kinder im Schulwesen und arbeite seit Jahren an Schulen... deswegen finde ich den AUSTAUSCH so wichtig und nicht einander "driischnorre". Ist je nach Emotion bloss nicht immer so einfach.

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stella
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von stella »

Drag-Ulj
Nicht zu vergessen: Eltern sind eine sehr grosse und zentrale Ressource und kennen ihr Kind am besten.
Pfunzle 06/04 und Gumsle 10/07

Drag-Ulj
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Drag-Ulj »

Ich habe das nicht vergessen, hab aber schon zu oft anderes gehört ;)
Und das ist kein allgemeiner Vorwurf, aber doch einige Male so erlebt.
(habe aber auch einen Koffer voll guter Erfahrungen, nicht, dass diese übersehen worden sind. Im Gegenteil, ich freue mich ausserordentlich darüber)

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Moreen
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Moreen »

ChrisBern hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 08:12 Ich habe gar kein Bedürfnis zu wissen, was in der Schule läuft, so lange es dem Kind gut geht, es gerne geht und auch die Lehrer keine Auffälligkeiten beobachten. Ich habe bisher noch nie einen Schulbesuch gemacht, vermisse das auch gar nicht. Dieses Jahr ist meine Tochter (10) schlecht gestartet, sie hat aber selbstständig mit der Schulsozialarbeiterin Termine abgemacht und möchte aktuell auch nicht mit den Lehrern sprechen. Wir beobachten das und wenn wir uns nicht melden /einmischen müssen, ist das tiptop für mich.

Meine Eltern waren übrigens mein ganzes Schulleben weder an Elternabenden, noch an Gesprächen mit Lehrern. Klar, war die Zeit früher anders, aber manchmal finde ich heute, die Eltern quatschen den Lehrern auch ziemlich rein, ohne dass das immer nötig ist. Überlege mir manchmal, wie das wäre, wenn mir dauernd jemand erzählen würde, wie ich meinen Job zu machen habe...

Versteht mich nicht falsch, es gibt Situationen, wo das wirklich nötig ist, sich eng auszutauschen.
Ich habe bis jetzt nur still mitgelesen hier drin, aber dein Post irritiert mich jetzt schon ziemlich :oops: . Klingt für mich irgendwie nach Desinteresse, so im Sinne von: "Die werden das Kind schon schaukeln". Klar, ich weiss nicht, wie deine Kinder ticken, aber wenn ich an meine Kindheit zurück denke: Schulbesuchstage waren jedesmal ein Highlight für mich und ich freute mich immer sehr, wenn meine Mutter vorbeischaute. Auch meine eigenen Kinder haben sich immer über einen Schulbesuch meinerseits gefreut.

Was das Eingangsthema betrifft: Meine Erfahrung (als ehemalige Schülerin und als Mutter) haben mir gezeigt, dass es nicht verkehrt ist, die Lehrperson(en) kennenzulernen und zu spüren, wie diese Person tickt. Einer meiner Söhne war bis und mit 2. Primarklasse einer der Klassenbesten. Das Lernen machte ihm Spass, er ging immer gerne zur Schule. Dann kam er in die 3. Klasse (zu einer neuen LP) - und ab da ging es abwärts mit ihm. Er war demotiviert, seine Noten sackten ab, die Freude am Lernen war vorbei. Offenbar stimmte die Chemie zwischen LP und meinem Sohn absolut nicht und die LP liess keine Gelegenheit aus, mein Kind zu demütigen :| . Die zwei Jahre bei diesem Lehrer waren eine Qual für meinen Sohn, erst ab der 5. Primarklasse blühte er langsam, aber wirklich nur langsam, wieder auf. Lehrpersonen haben keinen unerheblichen Einfluss auf die Schulleistungen der SuS, das sollte nicht unterschätzt werden.

Auch ich habe als Schulkind gute und aber auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht; die 6. Primarklasse bzw. die Lehrperson war die Hölle für mich, und dies, obwohl ich sonst immer sehr gerne zur Schule ging :|
«Wer in seinen Worten nicht massvoll ist,
von dem ist kaum zu erwarten,
dass er handelt, wie er spricht.»

-Konfuzius-

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Helena
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Helena »

Moreen hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 13:02
ChrisBern hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 08:12 Ich habe gar kein Bedürfnis zu wissen, was in der Schule läuft, so lange es dem Kind gut geht, es gerne geht und auch die Lehrer keine Auffälligkeiten beobachten. Ich habe bisher noch nie einen Schulbesuch gemacht, vermisse das auch gar nicht. Dieses Jahr ist meine Tochter (10) schlecht gestartet, sie hat aber selbstständig mit der Schulsozialarbeiterin Termine abgemacht und möchte aktuell auch nicht mit den Lehrern sprechen. Wir beobachten das und wenn wir uns nicht melden /einmischen müssen, ist das tiptop für mich.

Meine Eltern waren übrigens mein ganzes Schulleben weder an Elternabenden, noch an Gesprächen mit Lehrern. Klar, war die Zeit früher anders, aber manchmal finde ich heute, die Eltern quatschen den Lehrern auch ziemlich rein, ohne dass das immer nötig ist. Überlege mir manchmal, wie das wäre, wenn mir dauernd jemand erzählen würde, wie ich meinen Job zu machen habe...

Versteht mich nicht falsch, es gibt Situationen, wo das wirklich nötig ist, sich eng auszutauschen.
Ich habe bis jetzt nur still mitgelesen hier drin, aber dein Post irritiert mich jetzt schon ziemlich :oops: . Klingt für mich irgendwie nach Desinteresse, so im Sinne von: "Die werden das Kind schon schaukeln". Klar, ich weiss nicht, wie deine Kinder ticken, aber wenn ich an meine Kindheit zurück denke: Schulbesuchstage waren jedesmal ein Highlight für mich und ich freute mich immer sehr, wenn meine Mutter vorbeischaute. Auch meine eigenen Kinder haben sich immer über einen Schulbesuch meinerseits gefreut.

Was das Eingangsthema betrifft: Meine Erfahrung (als ehemalige Schülerin und als Mutter) haben mir gezeigt, dass es nicht verkehrt ist, die Lehrperson(en) kennenzulernen und zu spüren, wie diese Person tickt. Einer meiner Söhne war bis und mit 2. Primarklasse einer der Klassenbesten. Das Lernen machte ihm Spass, er ging immer gerne zur Schule. Dann kam er in die 3. Klasse (zu einer neuen LP) - und ab da ging es abwärts mit ihm. Er war demotiviert, seine Noten sackten ab, die Freude am Lernen war vorbei. Offenbar stimmte die Chemie zwischen LP und meinem Sohn absolut nicht und die LP liess keine Gelegenheit aus, mein Kind zu demütigen :| . Die zwei Jahre bei diesem Lehrer waren eine Qual für meinen Sohn, erst ab der 5. Primarklasse blühte er langsam, aber wirklich nur langsam, wieder auf. Lehrpersonen haben keinen unerheblichen Einfluss auf die Schulleistungen der SuS, das sollte nicht unterschätzt werden.

Auch ich habe als Schulkind gute und aber auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht; die 6. Primarklasse bzw. die Lehrperson war die Hölle für mich, und dies, obwohl ich sonst immer sehr gerne zur Schule ging :|
Das hatte ich auch überlesen…
Lehrer nicht stressen, ja. Aber keine Besuche machen und die Elternabende nicht mitmachen, das verstehe ich jetzt auch nicht. Mit wem die Kinder so zur Schule gehen, wie die Schule generell tick etc., das finde ich schon wichtig zu wissen. Meine Kinder fänden es glaubs schräg, wenn ich da nie kommen würde.

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ChrisBern
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von ChrisBern »

Drag-Ulj hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 08:46
ChrisBern hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 08:12
Überlege mir manchmal, wie das wäre, wenn mir dauernd jemand erzählen würde, wie ich meinen Job zu machen habe...
Das wäre bestimmt unschön und doch sehr nötig, wenn du immer mal wieder was verbockst ;) (entschuldige den respektlosen Ausdruck). Für mich machts einen Unterschied, obs um Ware geht oder um Kinder. Und wenn ich tw. höre, wie LPs über Eltern reden, dann gilt dies ja umgekehrt auch. Ich sehe beide Seiten wirklich, ich habe 3 Kinder im Schulwesen und arbeite seit Jahren an Schulen... deswegen finde ich den AUSTAUSCH so wichtig und nicht einander "driischnorre". Ist je nach Emotion bloss nicht immer so einfach.
Ich arbeite nicht mit Waren, sondern mit Menschen. ;-) und ich habe einen Job, wo jeder findet, er kann den auch machen und ich finde das total nervig. Darum bin ich glaube bei diesem Thema sehr sensibel, weil jeder findet, er kann das auch (ohne Ausbildung). Und ich erlebe in meinem Umfeld viele Mütter und Väter, die besser wissen, was ein Lehrer machen sollte und das finde ich schwierig. Ich ziehe den Hut vor dem Lehrer Job, weil ich den aufwendig und anstrengend finde, vor allem das Management der verschiedenen Parteien und finde, man muss es den Lehrern nicht schwerer machen. Aber ja, Austausch ist das eine und einmischen das andere, das ist korrekt.

Keine Angst, ich gehe zum Elternabend und Elterngespräch. ;-) ich bin gar nicht desinteressiert, aber ich bin interessiert am Wohlbefinden meiner Tochter und nicht am Konzept XY der Lehrer. Ich gehe tatsächlich davon aus, dass sie gelernt haben, wie das geht und es besser wissen als ich. Und wirklich: sobald das Kind Mühe oder Probleme hat - natürlich suche ich den Austausch! Aber doch nicht, damit ich weiss, wie die Lehrer ticken. Das kann ich a) eh nicht beeinflussen und b) haben wir hier leider viele Lehrerwechsel zur Zeit.

Und ehe meine Eltern hier verteufelt werden ;-): bei uns gab es früher gar keine Elterngespräche, es sei denn, du warst ein Problemfall. Und elternabende fanden sie überflüssig - was ich ehrlich gestanden ein bisschen nachvollziehen kann. ;-) elterngespräche finde ich hingegen super und da gehen mein Mann und ich auch zusammen hin.

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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von jupi2000 »

Hat sich die TE schon gemeldet? Wir sind schon bei Seite 3 :lol: :wink:

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ChrisBern
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von ChrisBern »

jupi2000 hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 14:11 Hat sich die TE schon gemeldet? Wir sind schon bei Seite 3 :lol: :wink:
Hab ich auch schon gedacht! 😅 naja, immerhin hat sie eine intensive Diskussion angeregt...

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Helena
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Helena »

Nö, sie war seit Anfang Woche auch nicht online. Vielleicht ist sie ja krank geworden.

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naura
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von naura »

Es ist auch sehr viel Gegenwind gekommen, ich hätts schon ab Anfang 2. Seite verstanden, wenn sie nicht mehr darauf eingeht.
Aber vielleicht hat sie es ja trotzdem gelesen und kann etwas rausnehmen. Kann man ja teilweise auch, wenn man nicht angemeldet ist :)
mit Meite (07)
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Wir sind da um zu strahlen, wie es die Kinder tun.
Mandela

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Helena
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Helena »

Aber auch mit Gegenwind kann man doch einfach kurz schreiben, danke für eure Ansichten? Mit dem muss man hier ja rechnen??

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Bonsai 73
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Bonsai 73 »

@stella: Ich kenne sogar den Hund von unserem Zahnarzt, seine ganze Familie inkl. Kindern. :-)

@Noeli86: Warte den Elternabend ab, dort wirst du bestimmt mehr erfahren. Wichtig ist erstmal, dass dein Kind gerne hingeht. In der ersten Zeit müssen sich die Kinder kennenlernen und Ihren Platz in der Gruppe finden. Im Kindergarten gibt es viele Rituale und sich wiederholende Abläufe, was den Kindern hilft sich schnell zurechtzufinden.

Als unsere Tochter in den Kindergarten gekommen ist, durften wir am 1. Kindergartentag nicht mit in den Raum. Ich hätte damals gerne ein Foto von diesem speziellen Ereignis gemacht. Wir Eltern wurden jedoch alle an der Türe mittels fuchtelnder Armbewegungen fortgeschickt. All die Jahre, in denen ich unterrichtet habe, habe ich mir immer etwa Spezielles für diesen ersten Schultag überlegt. So dann auch der 1. Klass-Lehrer unser Tochter. Mir war es wie ihm wichtig, die Eltern einzubeziehen. Aber so ist halt jede Lehrperson anders.
Bild

Noeli86
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Noeli86 »

Hallo Zusammen

Was für ein Echo! Vielen Dank für all die Rückmeldungen.

Der Tenor geht klar in die Richtung, die ich erwartet habe, und welche eigentlich auch meinem Grundverständnis entsprechen würde - wenn ich nicht ein komisches Baugefühl hätte*.
Da wir das erste Mal in dieser Situation sind und kein Umfeld haben, welches wir dazu befragen können, habe ich die Frage in den Raum gestellt.

Gespräche zwischen Tür uns Angel gibt es bei uns nicht, da bietet die LP keine Gelegenheit. Auch beim Elternabend gab es keine Gelegenheit dazu und zu einem Elternabend werden wir von ihr zwischen Herbst und Winter aufgeboten.

Für Fragen hat sie uns eine E-Mailadresse angegeben, was ich für ein "Kennenlernen" eher schwierig finde.

Na ja, solange es unserer Tochter gut geht und sie gerne in den Kindergarten geht, werden wir keine weiteren Schritte unternehmen oder sie mit "über griffigen" Fragen bombardieren.

_______________________________________________
*Unsere Tochter hat erzählt, dass Sie Kinder z.b. in die Ecke stellt, was für mich in den ersten Wochen im Kindergarten eigentlich nicht geht. - Ich muss aber auch erwähnen, dass meine Tochter gerne "Geschichten" erzählt. Und da ich die LP nicht kenne und absolut nicht einschätzen kann, weiss ich nicht, wie mit der Situation umgehen.

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Asta
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von Asta »

Aha, du hast ein komisches Bauchgefühl. Das finde ich aber jetzt etwas ganz anderes und würde ich ernst nehmen. Ich würde noch ein paar Wochen warten und dann mal Mail schreiben, ob du mal einen Kindergartenbesuch machen darfst. Dort würde ich dann einfach beobachten und nicht gross Fragen stellen. Mir zumindest hilft es immer sehr, wenn ich etwas mit eigenen Augen gesehen habe.
Auf Kindergartenstufe kenne ich es so, dass immer wieder Eltern auf Besuch gehen. Das sollte meiner Ansicht nach also nicht zu gross für Aufsehen sorgen.

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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von isegrim »

Ich kann nachvollziehen, dass Du mehr über die KiGä wissen möchtest. "Plötzlich" ist das eigene Kind der halbe Tag weg und man weiss nicht genau was bzw. wie das abgeht. Meine Kinder sind zur selben KiGä gegangen (nicht gleicher Jahrgang), die KiGä hat viele Jahre Erfahrung und einige Eltern haben die KiGä meistens distanziert, worktkarg, und sonst als "komisch" empfunden, ich ebenso. Aber meine Kinder sind sehr gern zu ihr in den KiGa gegangen, von Anfang an bis am Schluss. Daher konnte ich meine Skepsis auch irgendwann mal loslassen, da die Kinder richtig gut aufgehoben waren. Was ich erst mit der Zeit verstanden habe.
Während der KiGa-Zeit und den ersten zwei Schuljahren haben wir uns öfters bei den Lehrpersonenn gemeldet, wenn wir Fragen hatten (fast nur mit Email). Mit der Zeit lernten wir die Erzählungen und Berichte unserer Kinder im Verhältnis zu verstehen, darum mussten wir nicht mehr mit LP darüber sprechen. Ich finde, bei Fragen, Unsicherheiten kann ich mich jederzeit via Email bei den LP melden. Wenn das zu einem Mehraufwand der LP führt, meine Anliegen aber nicht im übertriebenen oder belästigenden Bereich liegen, dann gilt es das Arbeitsverhältnis mit der Schule, dem Kanton, der Erziehungsdirketion genauer anzuschauen als den Eltern den Vorwurf zu machen, sie seien zu besitzergreifend.
Persönlich finde ich Kontakt über Email mit einer LP, um auch ein Gspüri für sie zu etwickeln, reicht völlig. Via Email hat man sogar mehr Zeit, um zu sehen, wie und ob mein Gegenüber auf meine Unsicherheiten eingeht und auch ich habe mehr Zeit, meine Fragen als solche zu stellen und nicht vorwurfsvoll oder anspruchsvoll rüberzukommen.

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danci
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Re: Kindergartenlehrerin

Beitrag von danci »

@ Noeli
Wäre denn ein Besuch möglich?
Ich finde es gut, dass Du auch die Geschichten Deiner Tochter nicht einfach 1:1 übernimmst und mit der Mistgabel auf die KiGä losgehst ;-). Kinder haben manchmal eine blühende Fantasie. Das heisst aber nicht, dass man nicht nachfragen darf. Strafen wie stiller Stuhl u.ä. sind jedoch in der Schule noch weit verbreitet, ganz ausschliessen würde ich das nicht. Ich finde es daneben, würde ich auch zu Hause nicht machen, aber die Kinder tragen meistens keinen Schaden davon. Und letztlich gelten im KiGa die Regeln der KiGä.

Übrigens haben wir mal in der KITA die gleichen Erfahrungen gemacht, wie isegrim sie beschreibt. Ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl. Dann fing eine neue Betreuerin an. Auf mich wirkte sie (im Vergleich zu den anderen) sehr distanziert und kühl. Ich hatte kein Problem mit ihr, aber sie wäre jetzt ehrlich gesagt nicht meine erste Wahl gewesen. Aber meine Kinder vergötterten sie und kamen immer glücklich heim, wenn sie da war. Manche Lehrpersonen/Betreuerinnen können es auch einfach besser mit Kindern als Erwachsenen.
Die Grosse, 2008
Der Mittlere, 2011
Die Kleine, 2015

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