Können wir uns ein Kind leisten?

Wer kennt sich aus?

Moderator: conny85

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milou
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von milou »

Ganz ehrlich, ich bin etwas erstaunt. Bei diesem Gehalt sollte doch 1 Kind problemlos drin liegen? Da ihr aber offenbar jetzt gar nichts sparen könnt, finde ich es sehr vorausschauend, machst du dir bereits jetzt Gedanken darüber.

Ich würde zuerst das aktuelle Budget überprüfen, allenfalls professionell. CHF 6'170.00 mit 60% und 80%. Das heisst ihr habt aktuell mit 80% und 80% mehr zur Verfügung. Ihr seid zu zweit mit Hunden, habt wenig Fixkosten. Weshalb könnt ihr aktuell nichts sparen? Weisst du, wohin das ganze Geld geht? Evtl. lohnt es sich wirklich, 2-3 Monate alles penibel aufzuschreiben.

Bezüglich Öffnungszeiten Kita 11.5 Std. und langer Arbeitsweg: Wie meinst du das?
Also unsere Kita hatte auch so lange Öffnungszeiten. Ich persönlich hätte das aber nicht gewollt, dass die Kinder so lange pro Tag in der Kita sein müssen. Ich war froh, konnten mein Mann und ich bringen/holen teilen. Ich würde diesen Punkt (Kind morgens in Betreuung geben plus langer Arbeitsweg) nicht unterschätzen.
Gäbe es evtl. da kostengünstigere, zeitsparendere Alternativen? Betreuung durch Grosseltern, Tagesmutter?
Bei solch einem langen Arbeitsweg würde ich weiterhin Ausschau nach einem neuen Job halten. Mit Kind wäre das mir persönlich zu stressig (und zu kostenintensiv).

sonrie
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von sonrie »

@Kosten babys / kleinkinder: ich glaube man muss nicht die kleinen Beträge wie Windeln und Milchpulver im Voraus berechnen, das lässt sich irgendwie einsparen - es sind die grossen Beträge die man sich überlegen muss (weniger Lohn, Kinderbetreuung).

Windeln kosten ca. 40-50 CHF/ Monat, Milchpulver ca. 100 CHF, dazu noch KK von ca. 100 CHF (sind ungefähre zahlen, geht natürlich billiger und teurer), Kindergeld ist. ca. 200 CHF / Monat. Babygrundausstattung kann man - wenn man möchte - fast gratis bekommen wenn man auf Occasionen setzt und nicht wählerisch ist.
DAS sind nicht die grossen kosten die man sich vorher überlegen muss, solche Beträge kann man sich irgendwie auch noch woanders einsparen.
Rechnet man hingegen einen Einkommensverlust von 1000 CHF plus Kinderbetreuungskosten von 1500 CHF mit hinein, wirds schwieriger das zu kompensieren.
"Wenn Aufregung helfen würde, Probleme zu lösen, würde ich mich aufregen." (Angela Merkel in "Die Getriebenen")

5erpack
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von 5erpack »

Sonrie hat recht. Nicht die kleinen Beiträge sind es, es sind die grossen und wenn man mit dem Lohn der hier angegeben ist, nicht sparen kann, dann stimmt etwas nicht ( meine Meinung!)
Leasingverträge, Kredite, oder oder.
Ist einem manchmal gar nicht bewusst.
Versicherung zum Beispiel. Oft ist man überbersichert.
Braucht es die Privatversicherung oder reicht ein einfacher Zusatz?
Braucht es das teure Abo oder geht ein billigeres?
Braucht es wirklich ein GA oder geht’s billiger?
Zum Beispiel wusste ich nie das es Tageskarten für den Zug in der Gemeinde gibt die bis zu dreimal billiger sind als bei der SBB gekauft.
Man muss halt etwas suchen um rauszufinden wo es nicht stimmt.

Hier stelle ich noch die Frage, wieviel zählt ihr für die Hunde?
wenn ich wieder einmal Vorurteile habe, mache ich die Augen zu und denke mit meinem Herzen ♥️

Bleistift79
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von Bleistift79 »

da werdet ihr definitiv nochmal über eure aktuellen Auslagen schauen müssen.
Oberflächlich gesehen, mit den Zahlen die du aufführst, denke ich sollte ein Überschuss möglich sein.

Die Frage ist halt wirklich, wo fliesst das Geld hin?
ein Haushaltsbuch lohnt sich allemal.
Fixkosten lassen sich nicht so rasch reduzieren. Alltags-Ausgaben noch eher. Zu den Alltagskosten gibt es hier im Forum so einige Beiträge mit Tips und Tricks.
Längerfristig ist vielleicht auch eine Weiterbildung von einem von euch möglich, um mehr Lohn zu generieren.

Persönlich denke ich, bez. Kind sind es halt wirklich die Betreuungskosten die am meisten ausmachen.

Lulubay
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von Lulubay »

Hallo zusammen
Ich denke dass wir an unseren montalichen Kosten noch einiges verbessern können. Ich glaube durch das ganze auswärts essen, (kafi,Gipfeli, Mittag) geht sehr viel Geld verloren. Das merke ich immer extrem in den Ferien, dann brauche ich so viel weniger Geld, da wir nur zuhause essen. Und ich weiss auch, dass das GA teuer ist. Aber im Moment ist das immernoch die günstigste Variante.
Wir werden jetzt auf jedenfall mal versuchen, mehr Essen von zuhause mitzunehmen. :)

Lulubay
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von Lulubay »

milou hat geschrieben: Mo 27. Sep 2021, 01:01 Ganz ehrlich, ich bin etwas erstaunt. Bei diesem Gehalt sollte doch 1 Kind problemlos drin liegen? Da ihr aber offenbar jetzt gar nichts sparen könnt, finde ich es sehr vorausschauend, machst du dir bereits jetzt Gedanken darüber.

Ich würde zuerst das aktuelle Budget überprüfen, allenfalls professionell. CHF 6'170.00 mit 60% und 80%. Das heisst ihr habt aktuell mit 80% und 80% mehr zur Verfügung. Ihr seid zu zweit mit Hunden, habt wenig Fixkosten. Weshalb könnt ihr aktuell nichts sparen? Weisst du, wohin das ganze Geld geht? Evtl. lohnt es sich wirklich, 2-3 Monate alles penibel aufzuschreiben.

Bezüglich Öffnungszeiten Kita 11.5 Std. und langer Arbeitsweg: Wie meinst du das?
Also unsere Kita hatte auch so lange Öffnungszeiten. Ich persönlich hätte das aber nicht gewollt, dass die Kinder so lange pro Tag in der Kita sein müssen. Ich war froh, konnten mein Mann und ich bringen/holen teilen. Ich würde diesen Punkt (Kind morgens in Betreuung geben plus langer Arbeitsweg) nicht unterschätzen.
Gäbe es evtl. da kostengünstigere, zeitsparendere Alternativen? Betreuung durch Grosseltern, Tagesmutter?
Bei solch einem langen Arbeitsweg würde ich weiterhin Ausschau nach einem neuen Job halten. Mit Kind wäre das mir persönlich zu stressig (und zu kostenintensiv).
Wir können jetzt schon sparen, aber natürlich nicht tausende Franken. Wir legen jeden Monat ca. 1000.- zur Seite. Aber davon werden dann noch Steuern & Versicherungen (Auto,Hausrat) bezahlt.

Da wir beide normalerweise 12 Stunden ausser Haus sind, wäre es für uns schon wichtig, dass die Kita lange offen hat. Dann könnte ich das Kind um 6.30 Uhr bringen vor der Arbeit und um 18:30 Uhr danach wieder holen. Oder mein Mann könnte es schon um 18:00 Uhr abholen. Das wären ja dann nur 2 Tage. Den Rest der Woche wäre ja immer jemand von uns zuhause.

Unsere Hunde sind übrigens in dieser Zeit auch nicht alleine zuhause, sondern bei meiner Mutter in Betreuung. Allerdings kann ich von ihr nicht erwarten, dass sie auf zwei Hunde und ein Kind aufpasst.
Aber ja, vielleicht wäre eine Tagesmutter eine Option. Muss ich mich mal informieren.

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naura
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von naura »

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dieses Thema (12 h in die Kita/andere Betreuung) nochmals anders empfinden wirst, wenn dann das Kind da ist. Man kann sich so viel überlegen und planen, aber wie es ist ein Kind zu haben, Eltern zu sein, diese Gefühle und Verantwortung/Fürsorge, was für ein Kind (Charakter/Bedürfnisse) da kommt, das ist einfach nicht vorstellbar oder planbar.
Ich wünsche mir immer für werdende Eltern, dass sie sich und ihrer Familie erlauben, vor dem Kind gemachte Pläne zu ändern. Man darf sich täuschen und man darf es sich anders überlegen, wenn es sich total falsch anfühlt. Es gibt immer andere Lösungen.
Zuletzt geändert von naura am Mi 29. Sep 2021, 08:28, insgesamt 1-mal geändert.
mit Meite (07)
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Wir sind da um zu strahlen, wie es die Kinder tun.
Mandela

sonrie
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von sonrie »

ich unterschreibe bei Naura. Es geht bei solchen Dingen auf einmal weniger darum, wie es in den Arbeitsalltag reinpasst sondern vielmehr darum, wie es sich anfühlt.
12h Kita sind extrem viel, aber das merkt man dann schnell selber wenn das Kind darauf reagiert - und dann passt man Dinge an. A
Ich würde es mal von der anderen seite her anaschauen und dich nicht fragen "können wir usn ein Kind leisten?" sondern die Frage andersrum stellen: "ist der Wunsch nach einem Kind gross genug so dass wir bereit sind unser Leben umzukrempeln und flexible auf die Bedürfnisse eines neuen Familienmitglieds zu reagieren?"
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Allegra85
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von Allegra85 »

sonrie hat geschrieben: Mi 29. Sep 2021, 08:23 "ist der Wunsch nach einem Kind gross genug so dass wir bereit sind unser Leben umzukrempeln und flexible auf die Bedürfnisse eines neuen Familienmitglieds zu reagieren?"
Ich glaube, dass ist das einzige, was man bei einem Kinderwunsch sich überlegen muss. Alles andere wird sich finden!
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Petite Souris
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von Petite Souris »

Wie wäre es, wenn ihr euer Kind an einem Tag in die Kita gent, und am anderen Tag die Hunde einem Hundesitter? Dann könnte an diesem Tag deine Mutter schauen. Funktioniert natürlich nur, wenn Hundebetreung günstiger ist.

Leela
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von Leela »

Oder vielleicht käme deine Mutter zu euch?
Ich weiss, Hunde sind Familienmitglieder aber glaube mir, ein eigenes Kind hat ganz automatisch eine ganz andere Priorität.
2010, 2013, 2015

5erpack
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von 5erpack »

Kind oder Hund was ist der Oma lieber ;-)
Ich glaub sie würde herzlich gerne alle hüten ;-)
wenn ich wieder einmal Vorurteile habe, mache ich die Augen zu und denke mit meinem Herzen ♥️

milou
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von milou »

Sparen:
Wir sparen "zweckgebunden" und " frei". Das heisst wir legen monatlich Betrag X auf die Seite für Steuern, neues Auto, Arzt/Zahnarzt/Tierarzt, Ferien etc. Diese Kosten fallen irgendwann sowieso an. Es beruhigt mich, dass wir Geld für diese Zwecke parat haben. Ausser fürs Auto, das ist ein längeres Projekt 😉
"freies" Sparen ist unser Notgroschen oder eben für Sachen wie Babyausstattung, neue Möbel etc.

Wäre das vielleicht etwas, um mehr Struktur in die Finanzen zu bringen? Wir haben uns immer überlegt, wieviel wir für diese Bereiche ausgeben müssen/wollen. Als wir Krippe zahlen mussten, haben sich Steuern wegen Betreuungskosten recht reduziert. Aber auch Ferienbudget musste ich halt kürzen.

Seit wir Kinder haben, können wir kaum noch "frei" sparen. Deshalb mein Tipp: schaut die Finanzen aktuell an. Zu zweit und Vollzeit am Arbeiten gings noch ring, jeztzt mit Teilzeit und 5-Personenhaushalt ist Budget nicht mehr so einfach 😃

repuS
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von repuS »

Toll, dass ihr euch vorab Gedanken über die Finanzen macht!

Ein grosser Posten ist die Kinderbetreuung. Mit 2 Kleinkindern müsste ich über 5.5h der 8.5h Arbeitszeit/Tag für die Kinderbetreuung arbeiten und würde noch knappe 3 h "Geld verdienen".
Die Kita mag 11.5h offen sein. Ob du mit Kind noch 3h am Tag reisen magst, wird sich zeigen. Einige Kinder brauchen am Anfang viel Schlaf. Phasenweise ging mein Kind um 18 Uhr ins Bett und war erst nach 7 Uhr wieder halbwegs ansprechbar. Wenns mit Mittagsschlaf klappt, hast du Glück, ansonsten kanns sein, dass die Abende inkl. gemeinsames Nachtessen unter Dauergebrüll stattfinden. Das ist dann nach so einem langen Arbeitstag auch nicht die ideale Familienzeit.
Betreuung mit Nachbarn ist m.E. einfacher ab dem Schulalter, oder wenn sie ein ziemlich gleich altes Kind haben. Habens uns auch überleit. Allerdings wollten wir vor dem Kindergartenalter noch die Freiheit haben, spontan Familienzeit zu haben und z.B. Cousinen besuchen. Auch muss eine Lösung für die Ferien her, es sei denn, die macht man auch gleichzeitig.

Andere Fragen: du suchst seit langem einen Job in der Nähe, klappte bisher nicht. Nachbarn kennt ihr nicht so gut. Arbeitet der Partner in die gleiche Richtung wie du?Wärs u.U. eine option näher zu deinem Job zu ziehen?
Oder die 3h Weg bereis zum Arbeiten (Laptop) nutzen?

+jj+
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von +jj+ »

jupi2000 hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 12:50 Im ersten Lebensjahr kostet ein Baby wirklich fast nix (abgesehen vom Lohnausfall der Mutter).
sorry, offtopic: aber wie sollen wir jemals gleichberechtigung erlangen, wenn selbst frauen von einem lohnausfall der mutter sprechen, und nicht vom lohnausfall eines oder beiden elternteile...

+jj+
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von +jj+ »

zum thema: ich würde auch versuchen, bereits jetzt etwas zu sparen, damit man eine reserve hat.

was die kinderbetreuung betrifft, kann man ja versuchen, dass der eine das kind bringt und dafür etwas später anfängt, der ander etwas früher aufhört und es holt. wenn man flexible arbeitszeiten hat. und wie schon andere geschrieben haben: man muss dann auch schauen, wie das kind reagiert. eine kita ist auch für die kinder anstrengend und sie werden müde etc.

kosten: es ist schon so, bei kleinen kindern kostet vor allem die fremdbetreuung. bei grösseren und teenagern abgesehen von kleidern, schuhen etc., vor allem hobbies, ferien etc. und das kann man ja wählen.

jupi2000
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von jupi2000 »

+jj+ hat geschrieben: Fr 14. Jan 2022, 12:33
jupi2000 hat geschrieben: So 26. Sep 2021, 12:50 Im ersten Lebensjahr kostet ein Baby wirklich fast nix (abgesehen vom Lohnausfall der Mutter).
sorry, offtopic: aber wie sollen wir jemals gleichberechtigung erlangen, wenn selbst frauen von einem lohnausfall der mutter sprechen, und nicht vom lohnausfall eines oder beiden elternteile...
Ja genau. Wegen diesem Satz werden wir nie Gleichberechtigung erlangen.... :wink:

sonrie
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von sonrie »

Nicht wegen dem Satz, aber wegen dem Denken das dahinter steckt. Wenn immer nur davon gesprochen wird, dass die Mutter einen Lohnausfall hat, dann kommt man gar nicht auf die Idee, dass es NICHT so sein muss. Sprache bildet Wirklichkeit.
"Wenn Aufregung helfen würde, Probleme zu lösen, würde ich mich aufregen." (Angela Merkel in "Die Getriebenen")

+jj+
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Re: Können wir uns ein Kind leisten?

Beitrag von +jj+ »

sonrie hat geschrieben: Fr 14. Jan 2022, 16:18 Nicht wegen dem Satz, aber wegen dem Denken das dahinter steckt. Wenn immer nur davon gesprochen wird, dass die Mutter einen Lohnausfall hat, dann kommt man gar nicht auf die Idee, dass es NICHT so sein muss. Sprache bildet Wirklichkeit.
genau. es ging mir nicht um den satz, sondern um die denkweise. ich glaube nicht, dass man DENKT, dass ein elternteil erwerbsausfall hat, und SAGT, dass es die mutter ist. sondern dass eben viele leute DENKEN, dass die mutter den erwerbsausfall hat (und es darum so schreiben).

ich weiss, es ist off-topic, aber ich erst wenn es selbstverständlich ist, dass wenn ein kind auf die welt kommt, man sich überlegen muss, wie man sich organisiert, statt im kopf zu haben "die mutter bleibt zu hause", sind wir gleichberechtigt. sorry für die störung :wink:

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