Jodversorgung in der Stillzeit

Rat bei Stillproblemen und Säuglingsernährungsfragen

Moderator: Züri Mami

Antworten
Tab
Newbie
Beiträge: 1
Registriert: Fr 12. Nov 2021, 16:06

Jodversorgung in der Stillzeit

Beitrag von Tab »

Liebe Moderatoren und Forennutzer,

ich brauche mal euren Rat...

Ich habe seit Beginn meiner Schwangerschaft (ca. 2./3. Monat) die empfohlenen 100µg Jod supplementiert und tue dies aktuell in der Stillzeit noch immer. Mein Sohn ist nun knapp 4,5 Monate alt. Im Rahmen der Auseinandersetzung mit der Beikosteinführung habe ich jedoch jetzt einen riesen Schreck bekommen, da ich glaube mit meiner Gesamternährung den täglichen Jodbedarf definitiv nicht erreicht zu haben.
Neben den supplementierten 100µg esse ich zweimal pro Woche Fisch (in der Regel eine 90g Portion Lachs), das habe ich sehr konsequent gemacht. Darüber hinaus leben wir vegan bis auf Ausnahmen (ca. alle zwei Wochen Pizza), verwenden kein jodiertes Speisesalz und essen Biobrot, das auch nicht jodiert ist, wie ich nun bei unserem Bäcker erfragt habe. Auch sonst gibt es sehr wenig Fertigprodukte.

Nach der Geburt wurde mein Sohn ca. 4-5 Wochen zu 70% mit Pre Milch ernährt (Rest Muttermilch), seitdem stille ich voll. Die ersten 5 Wochen waren es 300-700 ml Pre pro Tag, danach nochmal ca. 3 Wochen im Schnitt 120ml, seitdem stille ich voll. Die Pre Milch ist ja gut mit Jod angereichert, für diesen Zeitraum gibt es sicher kein Problem. Ggf. konnte der Kleine sogar etwas Reserve anlegen, aber ich weiß nicht, wie lange die hält... und ob in dem Alter schon Reserven gebildet werden ? Ich mache mir nun jedoch extreme Sorgen um den Zeitraum vorher (Schwangerschaft) und nachher. Er entwickelt sich soweit wir das beurteilen können normal, auch die U-Untersuchungen waren völlig unauffällig. Dennoch mache ich mir jetzt wirklich große Sorgen... Wie schätzt ihr die Situation ein?

Ich habe heute begonnen die Jod Supplementierung auf 200µg zu erhöhen. Reicht das aus oder sollte ich lieber (erstmal?) 250µg nehmen?

Sobald die Beikost wesentliche Mengen umfasst würden wir unserem Sohn dann auch direkt Jod dazu geben. Welche Menge empfehlt ihr hier?

Vielleicht noch relevant als Info: Ich bin eher klein und zierlich, 160 cm und aktuell knapp 47kg. In der Schwangerschaft war's natürlich entsprechend mehr.

Über eure Einschätzung zur Gesamtsituation würde ich mich freuen. Vielen Dank für die Unterstützung!

Tabea

ausländerin
Vielschreiberin
Beiträge: 1964
Registriert: Mi 28. Jan 2015, 15:09
Geschlecht: weiblich

Re: Jodversorgung in der Stillzeit

Beitrag von ausländerin »

Erstens - lass lieber Finger weg von Lachs. Ökologisch ist es sowieso Katastrophe (egal ob Zucht oder Wildfang). Aber Lachs hat viel fett Gewebe und frisst selbst andere Fische (wird in Zucht mit Fische- beifang gefüttert) - und speichert unterschiedliche Giftstoffe in Fettzehlen. Sporadisch gegessen ist es unproblematisch. Regelmässig würde ich persönlich grosse bedenken haben, speziell in Kombi mit Stillen. Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen dass du so viel Lachs essen musst?
Über Jod kann ich nicht viel sagen - für mich ist es sehr unlogisch nicht jodiertes Salz zu konsumieren und dazu separat Jod aufzunehmen. Jodiertes Salz deckt den Bedarf gut, und falls es Überschuss entsteht - verlässt es den Körper natürlich.

Antworten