Super, wollte auch gerade so ein Thema eröffnen und nach euren Erfahrungen fragen

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Wir haben schon mit gut 4 Monaten mit Gemüsebrei am Mittag angefangen. Junior war mehr als bereit dazu, nahm nur allein durch MuMi nicht mehr zu und ich wollte auch gern das Stillen ein wenig reduzieren, weil ich es auch körperlich sehr anstrengend fand. Bis dahin hatten wir eine meist schöne und problemlose Stillzeit. Oft hat er es sich bei mir ganz gemütlich gemacht, sich satt getrunken und ist dann friedlich eingeschlafen, oder lag danach einfach noch grinsend und plaudernd bei mir. Das waren sehr schöne und innige Momente.
Mit der Einführung der Beikost (oder eigentlich schon ca 2 Wochen vorher, da hatte ich einen Milchstau) hat sich das dann allerdings geändert. Er hatte an der Brust einfach nicht mehr die Ruhe, die er vorher hatte, er ist sowieso ein eher hektisches und nervöses Baby. Vielleicht hat er einfach Angst, was zu verpassen, da er sehr neugierig ist. Da er immer weniger getrunken hat, und man das nicht mehr nur als Phase abtun konnte, hab ich dann recht bald zugeschöppelt mit Pulvermilch. Und von da an gings zwar bergauf mit seinem Gewicht, aber rapide bergab mit dem Stillen. Inzwischen stille ich noch morgens, abends und nachts, oder vielmehr, ich versuche es. Er trinkt meist gerade mal 5 Minuten, nachts vielleicht auch mal 10, dann geht das Geschrei los und er wehrt sich mit Händen und Füssen, biegt sich weg und wird regelrecht hysterisch

. Teilweise (je nach Geduld und Nerven) versuche ich es wieder und wieder, bis er dann mit viel Tam Tam doch noch ein paar Minuten trinkt, manchmal geb ich ihm dann aber auch die Flasche, weil es mir und ihm zu stressig ist. Inzwischen trinkt er deutlich lieber vom Schoppen als von der Brust, er stillt sich wohl selber ab, und es wird vielleicht noch ein oder zwei Wochen gehen, bis die Milch versiegt (dann ist er 6 Monate alt). Ich pumpe zwischendurch etwas ab, wenn der Druck in der Brust zu gross wird, aber eben nur, bis die Spannung nachlässt. Die Milchproduktion ist schon deutlich zurückgegangen in dem Monat, in dem wir das nun so machen. Es kam halt auch noch eventuelles Zahnen dazu, vielleicht auch Entwicklungsschübe (bei ihm sehr extrem) und so kam eins zu anderen

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Ich sehe das auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge

. Es geht halt ein Abschnitt zu Ende, der teilweise sehr schön war. Auf der anderen Seite bin ich wie Coolcat schreibt auch froh, wenn ich körperlich nicht mehr so gebunden bin. Ich hätte gern noch teilweise weiter gestillt, aber nun heisst es wohl Abschied nehmen vom Stillen. Es ist ja oft so, wenn man erst mal anfängt zuzuschöppeln, ist das oft der Anfang vom Abstillen. Viele Babys nehmen halt lieber die süsse Pulvermilch, die so schön einfach aus der Flasche kommt und so schön satt macht. Und wenn man weiss, dass die Packung im Schrank steht, ist man auch recht schnell geneigt, die Stillkrisen eben nicht auszuhalten, sondern zur Flasche zu greifen

. Und irgendwie hab ich auch nicht die grosse Lust und Kraft, die Milchproduktion durch Pumpen aufrecht zu erhalten, nur um noch ein paar Wochen weiter stillen zu können.
Wenn ihr also gerne noch Teilzeit-Stillen wollt, lasst vorsichtshalber die Finger von der Pulvermilch
Lg und allen einen schönen Tag