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 Betreff des Beitrags: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 14:35 
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Dr. med. dent Claudia Saxer ist Zahnärztin mit Spezialausbildung für Kinderzahnmedizin. Sie hat 3 Jahre an der Schulzahnklinik der Stadt Zürich und 5 Jahre auf der Abteilung für Kinderzahnmedizin an der Universität Zürich viele Erfahrungen gesammelt. Nebenbei war sie von 2000-2006 als Aktuarin im Vorstand der Schweizerischen Vereinigung für Kinderzahnmedizin SVK (http://www.kinderzahn.ch) tätig.

Frau Dr. Saxer wird eine Woche lang alle Eure Fragen rund um die Zähne beantworten.


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 15:35 
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Guten Tag Frau Dr. Saxer
Unsere Tochter ist bald 1.5jährig und hat schon ca. 10 Zähne. Nun ist das Zähneputzen mit ihr nicht gerade leicht.
Momentan lasse ich sie am Morgen ihre Zähne putzen und versuche etwas nachzuputzen ohne gross Druck zu machen. Am Abend darf sie auch selber putzen aber dann putze ich relativ gründlich nach. Das gibt dann auch jeweils ein riesen Theater.
Mir ist wichtig dass ihre Zähne gut geputzt sind, allerdings will ich auch nicht, dass sie die Freude am Zähneputzen verliert.

Was ist bei der Zahnreinigung in diesem Alter wirklich wichtig und wie kann ich meine Tochter dazu bringen beim Nachputzen besser hinzuhalten?

Besten Dank für Ihre Hilfe und viele Grüsse

Prinzi

Leider liegt es offenbar in der Natur des Menschen sich im Kleinkindalter immer wieder mit viel Protest gegen die Mundhygiene zu wehren - es gibt aber schlicht keinen Weg daran vorbei.
Vielleicht tröstet es Sie, dass auch ganz tolle Kinderzahnärzte für ihre eigenen Kinder keine Mittel dagegen finden - mir scheint es auch, dass das Temperament des Kindes viel ausmacht, nicht nur die Fantasie der Eltern - manchmal schafft man's das Kind mit lustigen Geschichten ("der Lastwagen kommt in die Garage..."), mit Kitzeln, mit zuerst dem Teddy putzen, mit einer neuen Zahnbürste, mal eine elektrische Bürste oder was auch immer - häufig steigert sich die Sache irgendwann einmal in den nackten Protest. Trotzdem darf man einfach nicht locker lassen - zu gravierend sind die Folgen und das Mitmachen beim Zahnarzt ist dann ja doch noch schwieriger, die Kosten sind gar nicht lustig, und wenn das Kind gar eine Narkose braucht... denken wir nicht daran - putzen wir lieber so gut es irgendwie geht mit viel Protest...

ist ja manchmal beim Haarewaschen, Nägelschneiden etc. nicht anders.

Was ich persönlich als gute Hilfe empfinde ist die "Superbrush" - eine 3-Kopfbürste, die die Milchzähne gleich ganz umfassen. So kann man mit wenigen "Schruppbewegungen" den halben Kiefer im Nu reinigen. Die Bürste ist in der Apotheke erhältlich - da wir immer wieder die Rückmeldung der Userinnen hatten, dass diese Bürste nur schwer erhältlich ist, haben wir eine Aktion am Laufen: http://www.swissmom.ch/aktuelles/superbrush.html

Diese Bürste scheint mir bei Kindern, die keine Lust haben zum Zähneputzen sehr hilfreich, aber ich kann sie sehr gut auch für alle anderen Kleinkinder wärmstens empfehlen.

(Ab 4-jährig (plus/minus) ist das Beste, was es für die Kinder gibt (aber auch nicht das günstigste) eine Schallzahnbürste - auf der Website: http://www.richtigzaehneputzen.ch können Sie entnehmen, welche Bürsten auch wirklich halten was sie auf der Verpackung versprechen - dazu werde ich aber sich zu anderen Fragen in diesem Forum noch mehr erzählen.)

Bleiben Sie dran, lassen Sie sich nicht frusten! Es geht wieder vorbei (kann wieder kommen, geht aber auch wieder!)

Das mit der Freude... ich sehe, dass meine Tochter nicht unbedingt Freude hat am Zähne putzen hat, aber akzeptiert hat, dass es zum Leben gehört... wir möchten ja vorallem, dass es zur Gewohnheit wird - freuen können wir uns noch über andere viele, schöne Dinge :P

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 18:03 
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Guten Tag.

vielen Dank das sie uns hier die Fragen beantworten.ich habe gleich einige!

meine Tochter ist 7.5 jahre alt,sie kam mit einer Gaumenspalte zur welt udn hatte erst löcher bereits mit 10 monaten.Alle ihre Milchzähne haben Löcher und sind teilweise bis auf die wurzeln verfault.Ic war bei zig ärzten,einige machen nichts andere wiederum hätten ihr alles gezogen.Nun hat sie ihre bleibenden Zähne.Wir haben im zürcher kieferortopädischen zentrum einen Zahn ziehen lassen.man sagte uns ja keine weiteren ziehen,da sie platzhalter sind und somit die neuen gut kommen.Oben kamen die schneidezähne perfekt unten stehen sie etwas nach innen so wie ein v und die daneben auch eher schräg.
Auserdem hat sie unten wie oben alle 4 hinteren bleibenden Backenzähne.ie haben alle keine öcher auser einen der hat eine so vertiefung ist aber nicht braun oder so.
Sie hat auch noch die restlichen Milchzähne.nach so vielen zahnärzten und meinungen weis ich nicht wie weiter.

Soll ich nun einfach die schlimmsten ziehen lassen,oder wie.Sie hat jden zahn angefalt.
zur info,sie puzt sich immer die zähne udn ich nach,es gibt wasser und nur ab und zu was süsses.Schmerzen oder so hat sie nicht.Sie hatte mal einen abszess der sollte vom Zahni gemacht werden,doch der wollte gleich alle ziehen.ich finde das zu krass!Vorallem weil man mir sagte ja nicht ziehen lassen.

Sie bekommt nur elmex und hat auch fluoried geno^mmen,somit hilet es dan sehr lange udn die fäulniss schritt sehr langsam nur noch weiter.Sie hatte ganz weichen schmelz und eben keine kraft in den Zähnen.

Wie ist es mit spangen,kann man auch jetzt schon anfangen,sie hatte keinen geschlossenen biss udn eben auch bei den milchzähnen eine starke einwärtsrichtung.

ich möchte etwas gewappnet sein,bevor ich einen neuen anlauf mit einem ahni hier mache.

danke für ihre infos.

ach ja noch was,wieviel würde in etwa eine entfernung des Milchzahnes kosten.
Grüezi Koko

wenn Sie am zürcher Kieferorthopädiezentrum waren, nehme ich an, sie waren beim Zentrum in Oerlikon, an der Baumackerstrasse.
Dort arbeitet ein Dr. R. Haubensak. Er arbeitet „nur“ ca. 50% dort, weil er zu seinen anderen 50% an der Uni auf der Abteilung für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten arbeitet. Somit wären Sie an diesem Zentrum, auch bei seinen Kollegen, mit Sicherheit gut aufgehoben.
Ob eine Spange jetzt schon Sinn macht, muss Ihnen der Kieferorthopäde sagen – am Besten, der der Ihre Tochter dann auch behandelt (es kann durchaus mehrere Meinungen geben, aber Sie müssen den Behandler auswählen, und da sollte die „Chemie“ stimmen – die anderen Meinungen würde ich von da weg weglassen.)
Aber so ev. zur Beruhigung: in der Regel beginnen die Spangenbehandlungen mit 10 Jahren - ist aber immer abhängig vom einzelnen Fall.

Besprechen Sie sich auch mit Ihrem Behandler, bei wem sie die zahnärztlichen Behandlungen vornehmen sollen. Dieser Zahnarzt wird dann bestimmt auch etwas die Behandlungsstrategie Ihres Kieferorthopäden kennen. Ich würde Ihnen die Schulzahnklinik Zürich (falls sie in der Stadt Zürich wohnen) empfehlen oder einen Kinderzahnarzt (siehe Liste auf http://www.kinderzahn.ch – ev. erkundigen Sie sich bei einem auf dieser Liste, ob es noch jemanden gibt, der näher bei Ihnen liegt und auch bekannt ist für gute Kinderzahnmedizin)
Allerdings muss ein Zahn, der einmal abszediert hat schon weg, Zahnstellung hin oder her – da kann man einen Lückenhalter machen – aber so ein Eiter stimulierender Zahn, tut dem ganzen Körper nicht gut.
Wenn die Milchzähne alle kariös sind, dann ist es eine gute Idee, dass Sie besonders stark auf die Mundhygiene und die Ernährung achten, so wie Sie es beschreiben:
3x pro Tag Zähne putzen mit Junior oder Erwachsenen Zahnpaste (z.B. Elmex)
1x pro Woche Fluorid-Gel verwenden, ohne nachspülen, nur ausspucken
Salz mit Fluorid-Zusatz verwenden (Alternativ kann man auch mal mit Fluoridtabletten arbeiten, das würde ich aber nur in Absprache mit Ihrem Zahnarzt)
ev. würde es sich lohnen 2 oder gar 4 x im Jahr zur Kontrolle zu gehen und die Zähne mit einem Fluorid-Lack zusätzlich zu „imprägnieren“ – aber wie gesagt, am Besten Sie verfolgen das Programm Ihres Zahnarztes, das ist ja auch der einzige, der die Zähne sieht – ich gebe jetzt da ja mit reichlicher Distanz etwaige Tipps…

zu den Kosten für eine Extraktion eines Milchzahnes:
Lokalanästhesie kostet 11 Punkte
Röntgen 5.5 Punkte
Ziehen 8.5 Punkte

dies à CHF 3.10 in einer Schulzahnklinik - bei einer nicht subventionierten Praxis würde ich mit CHF 3.60-3.90 rechnen -> CHF 80-100.- - aber jeder Zahnarzt arbeitet etwas anders, benützt ev. den einen oder anderen "Trick" - aber so als Anhaltspunkt...

aber wenn es ein neuer Zahnarzt ist, muss er eine neue Krankengeschichte herstellen, Anamnese aufnehmen etc. ev. noch zusätzliche Röntgenbilder machen, da kommt noch zum genannten Betrag etwas dazu.

hat's etwas geholfen? oder noch mehr verwirrt... hoffe nicht!


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 19:39 
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Guten Tag

Herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit für uns nehmen.
mache ich gern, ist immer wieder interessant! danke für die Wertschätzung!

Mein Sohn ist 2,5Jahre alt und hatte bis zum 2.Geburtstag erst 10Zähne. Seinen ersten Zahn (den oberen Schneidezahn) bekam er mit 13Monaten.
Eine Zahnärztin meinte, dass er evt. nicht alle Milchzähne kriegen wird, v.a. auch weil sie in einer ungewöhnlichen Reihenfolge kamen.
Mit 2,5jahren hat er nun oben alle 4 Schneidezähne, 2 Eckzähne und 2 Backenzähne. Unten 2 Schneidezähne, 1 Eckzahn (beim 2. schaut ein Spitzli hervor) und 3 Backenzähne.
Kann es sein, dass er wirklich nicht alle Zähne kriegt und falls ja, was hätte dies für Konsequenzen? Zähne sind doch auch Platzhalter und ich mache mir Sorgen, dass die 2.Zähne dann nicht genug Platz haben.

Merci
Karmon

Zusammenfassend fehlen also momentan 3 Backenzähne (die hintersten?) - und ein unterer Frontzahn?

Ich finde, die Backenzähne (Milchfünfer) sind noch voll in der Zeittabelle... warten sie mal, das ist noch gar nicht auffällig.
Der Frontzahn kommt vermutlich wirklich nicht mehr - das wäre aber nicht schlimm - und sagt auch nichts aus über den Bleibenden Zahn. Da ist alles möglich. Statistisch ist ev. das eine oder andere möglicher... aber das nützt sowieso nichts, weil machen können wir nichts. Und ich denke, das ist auch gut so. Stellen Sie sich mal vor, wenn man da an so einem herzigen kleinen "Chnobli" herumtökterlen möchte.

ich erwarte keine Konsequenzen in der Entwicklung (falls der Zahn wirklich nur einfach fehlt) - Unterkieferfrontzähne sind zwar wichtig für die Lautbildung, aber es fehlt ja nur einer - als Platzhalter benötigen wir eigentlich nur die Seitenzähne (Eckzähne und Backenzähne). Allerdings kann ich jetzt nicht schwören, dass es deswegen keine Spange brauchen wird.

Fazit: gar keine Sorgen machen - lohnt sich nicht, man kann auch gar nichts machen momentan, man muss einfach die Natur machen lassen - allenfalls einmal später (3-4 Jahren) ein Röntgenbild um mehr zu wissen

alles o.k.? Konnte ich die Sorgen ein vertreiben? :D

P.S. ist der Eckzahn, der erst jetzt kommt, gleich neben dem fehlenden Frontzahn? - dann könnte dieser mit ihm zusammen kommen, weil die "verschmolzen" sind - das gibt es noch relativ oft im Milchgebiss, obiges würde dann aber immer noch gelten :D


Merci für Ihre Antwort. Sorgen sind etwas besser geworden (ihm fehlen 3 Zähne unten und 3 der Backenzähne). Ich hoffe einfach sein Mund ist dann nicht zu klein für dir 2.Zähne (meiner war zu klein und mir wurden 8 Zähne gezogen als Kind, was ich als nicht lustig in Erinnerung habe..)

Heute hat sich gerade eine neue Frage ergeben: er flog die Treppe runter, ist nun überall blau im gesicht und er hat sich die vorderen Schneidezähne angeschlagen. Einer ist nun etwas schief. Muss ich dies nun zeigen gehen, bzw. kann man den gerade ziehen? Er hatte die Zähne schon mal angeschlagen und es gab da eine Meldung an die Versicherung, muss man dies nochmals melden?.

Und grad noch ne Frage: Mein Mann hat Paradontose, hatte die schon als Kind gekriegt, musste im Teeniealter Zahnfleisch transplantieren und seine Zähne sehen schrecklich aus, also farblich und Stellungsmässig. Obwohl er der am meisten und genauesten zähneputzende Mensch ist, den ich kenne und re hatte als Kind Karries, hatte aber keine Löcher mehr, seit er 10 ist. Kann unser Sohn dies auch kriegen, also v.a. die Paradonthose?

Herzlichen Dank
Karmon


Zuletzt geändert von karmon am 13.05.2010, 19:47, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 20:19 
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Sehr geehrte Frau Saxer

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen nehmen. Ich habe eine Frage zum Thema Zahnbehandlung in der Schwangerschaft.
Danke auch nochmal für die Wertschätzung!

Letzte Woche (22. SSW) musste ich mit Zahnschmerzen im rechten oberen Backenbereich zum Zahnarzt. Er hat einen Zahn entdeckt, der zwar ohne Karies, aber doch komplett tot war und an dem Zahn eine Wurzelbehandlung gemacht. Als Lokalanästhetikum hat er mir UBISTESIN FORTE gespritzt. Dann hat er Einlagen mit Calciumhydroxid eingesetzt und mit einem Kunststoffprovisorium abgedeckt. Er meint, dass man dies bis nach der Geburt Ende August so lassen könne.

Nach der Behandlung habe ich gelesen, dass das Adrenalin in den Betäubungsspritzen beim Zahnarzt problematisch sein kann und man für Schwangere Spritzen mit keinem / weniger Adrenalin nehmen soll. Dennoch hat sich mein Arzt für das Usbesisitin forte entschieden...wie sehen sie das? Inwiefern kann das Adrenalin meinem Baby schaden? Ich frage deshalb, weil mein Arzt mich bereits vorgewarnt hat, dass vielleicht auch noch der benachbarte Zahn wurzelbehandelt werden muss, falls die Schmerzen nicht nachlassen. Ich wüsste gerne, ob ich dann eine andere Spritze verlangen muss.

Eine Woche nach Behandlung habe ich nun immer noch ganz leichte Schmerzen. Mein ZA meinte ich soll 2-3 Wochen abwarten, damit wir besser einschätzen können, ob die Schmerzen vom behandelten Zahn oder vom anderen kommen. Da ich jedoch gehört habe, dass entzündete Zähne Frühgeburten auslösen können, mache ich mir nun Sorgen, ob es gut ist, so lange abzuwarten...was meinen Sie?

Für eine Antwort danke ich Ihnen schon im voraus ganz herzlich!

Mit freundlichen Grüsse

L.B.
ja, die Schwangerschaft! da will keiner eine klare Aussage machen!

Es ist halt so, dass man keine Studien am schwangeren Menschen macht - ist ja auch klar! Ich habe allerdings auch schon in Fachzeitschriften gelesen, dass man wirklich davon ausgeht, dass das Ubistesin/Ultracain/Rudocain etc. (alles Generikas) o.k. sind bei Schwangerschaften.

Was man testen konnte mit Ubistesin wurde getestet und man schätzt das Risiko sehr, sehr, sehr tief ein. Und denken Sie mal daran, wieviele Schwangere schon in der Schweiz eine Behandlung bedurften und mit Sicherheit Ubistesin (oder andere Präparate mit Articain) erhielten. Wir hätten unterdessen mit Sicherheit schon hinweise, wenn es Konsequenzen hätte.

Nichts desto trotz will man es nicht übertreiben und in der Regel behandeln wir Zahnärzte die Schwangeren nur dann, wenn es sein muss. Somit hat Ihr Zahnarzt super gehandelt. Er hat den Zahn soweit anbehandelt, dass man ihn bis Ende der Schwangerschaft so belassen kann. - Auch wenn er ein weiteres Mal den Zahn spülen und mit Calziumhydroxid desinfizieren müsste, denke ich, könnte es ohne Anästhesie gehen - anderseits würde ich nicht extra starke Schmerzen aushalten, das Adrenalin, das Sie ausschütten ist ja auch nicht der Hit für das Kindli!

Wenn Sie tatsächlich noch einen zweiten Zahn wurzelbehandeln müssten, dann würde ich das mit ihm schon diskutieren - warum nicht, eines nehmen ohne Adrenalin. Man sagt ja auch immer, alles mit Mass - und so hätte man die verschiedenen Stoffe in tiefen Dosen gehalten.

Unter dem Strich, denke ich, dass die Gedanken einem wohl den grössten Streich spielen können! Ich bin bis jetzt mit meinen schwangeren Patientinnen sehr gut gefahren, wenn ich sie (natürlich nur in zahnärztlichen Notfällen) so behandelt habe.

Das mit der Frühgeburt auslösen durch einen entzündeten Zahn - da haben wir vorallem Daten, was das Zahnfleisch angeht - vorallem Parodontitis, die schon langjährig besteht hat da einen eindeutigen Einfluss, das wäre jetzt aber mit einem momentan etwas schmerzenden Zahn für 2-3 Wochen kein Vergleich in der Belastungsintensität ihres Körpers!

Trotzdem, wenn Ihnen Ihr Gefühl sagt, etwas ist nicht in Ordnung, gehen Sie schon früher zum Zahnarzt - oder zum Frauenarzt. Ich gebe viel auf das Gefühl des Patienten über sich selber, auch wenn das nicht wissenschaftlich ist... :)

Konnte ich Sie beruhigen? oder brauchen Sie noch mehr Infos?


Zuletzt geändert von Dr. Claudia Saxer am 09.05.2010, 19:46, insgesamt 2-mal geändert.
gemäss Lilly35 Name vom Lokalanästhetikum geändert


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 08.05.2010, 23:44 
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Grüezi!

Meine Tochter hat 7Zähne.

Ich putze ihr am Abend bevor sie ins Bett geht die Zähne, was recht gut klappt.

Allersings bekommt sie danach noch eine Milchschopen im Bett.

Was meinen sie dazu?
Muss ich ihr mehrmals Täglich die Zähne Putzen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

LG
Bischuli
Grüezi Bischuli

Dem Ticker entnehme ich, dass Ihre Tochter 13 Monate alt ist.
Wir empfehlen folgende Faustregel:

ab dem 1. Zahn 1x am Tag Zähne reinigen
ab dem 2. Lebensjahr (also ab dem 1. Geburri) 2x am Tag
ab dem 3. Lebensjahr (also 2. Geburri) 3x am Tag

Die Milch ist tagsüber für die Zähne etwas gutes, nicht kariesfördernd.
In der Nacht haben wir aber 10x weniger Speichel, wenn dieser fehlt, fehlt ein grosser Schutz. Und der Milchzucker kann dann doch Karies machen.

Ich muss zugeben, dass ich beides sehe: Kinder die die Milchflasche ins Bett bekommen und keine Karies haben und solche die eine schlimme Flaschenkaries machen...

Ich würde Ihnen unbedingt raten das zu ändern. Sei es, dass Sie Ihrem Kind die Zähne im Bett (ev. im Schlaf) noch einmal putzen (da ist auch wieder diese "Superbrush" (momentan noch bei Swissmom erhältlich unter: http://www.swissmom.ch/aktuelles/superbrush.html) ganz genial - oder Ihre Tocher trinkt die Flasche vor dem Zähneputzen noch in Ihren Armen und geht nach dem Putzen ins Bett.

Ich weiss! ich weiss, das ist nicht einfach, da hat man doch endlich eine super Methode fürs Einschlafen, ein schönes Ritual und dann kommt der Zahnarzt... sorry!

Viel Erfolg, es klappt schon!


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 09.05.2010, 00:17 
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guten abend frau saxer
meine tochter ist gerade 5 geworden. sie hat immer noch die michzähne. ihre schaufeln haben eine grosse lücke ich denke das ist vererbt den ihr vater und ihre grossmutter hat das selbe. braucht sie später eine spange und ab wann macht man da etwas.

Grüezi

Das ist total in Ordnung, dass sie noch das volle Milchgebiss hat - der Schnitt beginnt neue Zähne zu kriegen mit 6 Jahren - aber auch später ist es noch total in Ordnung.

Diese Lücke! ja das erzählen mir viele, dass es in der Familie gehäuft vorkommt. Die Lücke alleine muss nicht heissen, dass Ihre Tochter eine Spange braucht. Vermutlich braucht sie aber ein Lippenbändchenresektion (Lippenbändchen wegschneiden). Weil sich das Lippenbändchen bis tief in den Knochen zieht und so die Zähne gar nicht zueinander wandern können, diese müssen ja im Knochen stehen. - das ist aber alles gar nicht schlimm.

In der Regel entfernen wir dieses Lippenbändchen, wenn die bleibenden Seitenzähne durchbrechen (ca. 8jährig), wenn das Kind aber nicht so weit ist zum Mitmachen, kann man es auch noch einmal verschieben auf ca. 10jährig, wenn die Eckzähne kommen. Dann gibt es meist so einen richtigen "Ruck" und das Durchbrechen dieser Zähne hilft die bleibenden Schaufeln näher zueinander zu drücken.

Es gibt aber auch Familien, die möchten das nicht behandeln lassen, weil sie sagen, die Lücke gehöre zur Persönlichkeit Ihres Kindes... also, das kann man sicher so handhaben wie man möchte!


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 09.05.2010, 12:51 
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Guten Tag

Vor kurzem gab es eine Diskussion wegen verschiedenen Nuggis und Nuggigrössen. Anscheinend gäbe es Nuggis welche für die Zahnstellung besser sind und man solle immer möglichst kleine Nuggis verwenden, sprich die Grösse für die Neugeborenen. Was ist da dran? Und sind Mam-Nuggis wirklich empfehlenswerter als Bibinuggis? Ich habe im Netz leider keine Infos gefunden welche mir weiterhalfen.

Danke!

vor ca. 35 Jahren war man überzeugt, dass es einen "besten" Nuggi gibt. Ich musste die Erfahrung machen, dass die Babys ihre Vorlieben haben und nicht überzeugt werden können, eine andere "Marke" zu nehmen...

Und dann gibt es auch genug Kinder, die mit dem Nuggi machen was sie wollen, z.B. 90 Grad oder 180 Grad verkehrt in den Mund nehmen... dann nützt alle Wissenschaft ja doch nichts dagegen.

Ich sehe auch, dass der Nuggi nicht bei allen Kindern Spuren hinterlässt - es kommt vermutlich auf die Saugtechnik an - bei den kleinen Nuggis wäre der Vorteil, dass der "offene Biss" möglichst klein wäre (offener Biss: Frontzähne kommen nicht zusammen, beim Zubeissen, weil der Nuggi dort den Platz offenhält und die Zähne in dieser Position hält) - dafür wäre aber durch den Saugdruck die Wirkung auf die Seitenzähne und dem Kieferkamm grösser und das könnte eher zu einem schmalen, hohen Gaumen führen, so dass der Oberkiefer sich zuwenig breit entwickelt... so könnten wir wohl noch lange philosophieren...

Ich würde dem Kind, den Nuggi geben, den es am liebsten hat - eher aber die, die dem Alter entsprechen, laut Nuggihersteller. Hören Sie auf Ihr Kind. Was einen Vorteil darstellt, sind die Nuggis, die noch etwas Luft an die Haut lassen, rund um den Mund...

Unter dem Strich giltet:
o Nuggi nach Möglichkeit mit 3 Jahren absetzen - dann stellen sich die Zähne in der Regel von alleine total richtig wieder ein (keine Regel ohne Ausnahmen). Häufig ist aber der 3. Geburtstag für die Kinder noch zu früh... dann wenigstens darauf hin arbeiten.
o Nuggi dem Baby nicht anbieten, wenn es ihn gerade gar nicht braucht oder gerade ausgespuckt hat
o Nuggi beim mobilen Baby möglichst tagsdurch "verstecken" - dass dieser nicht einfach in den Mund genommen wird, nur weil man ihn grad so beim herumkriechen angetroffen hat
o bei den grösseren Kindern: Sprechen mit Nuggi nicht tolerieren, d.h. das Gesprochene nicht verstehen, verlangen, dass er aus dem Mund genommen wird
o Regeln einführen: Nuggi nur im Zimmer, nur im Bett... vermindert auch den ewigen Nuggi-Suchstress! :D

Hilft Ihnen diese Info etwas


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 09.05.2010, 14:20 
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guten tag frau saxer

schön nehmen sie sich zeit für unsere fragen.
Danke für die Wertschätzung!
folgendes:

erste kontrolle:
wann sollte man das erste mal mit den kindern zum zahnarzt? unsere tochter (2 1/2 ) hat seit längerem alle milchzähne, sie sehen eigentlich ganz gesund aus und sie lässt sich au gut die zähne putzen bzw. fängt langsam an die zähne auch selber zu putzen. ab wann ist eine erste kontrolle sinnvoll? sollte man da am besten zu einem kinderzahnarzt?
die Schweizerische Vereinigung für Kinderzahnmedizin empfiehlt den ersten Besuch mit ca. 1.5-2 Jahren - das muss nicht unbedingt ein richtiger Termin beim Zahnarzt sein, das kann (nach Absprache) auch mal ein "Mitnehmen" bei der Kontrolle oder bei der Dentalhygiene sein.

Der Zeitpunkt ist ideal, um eine allfällig beginnende Flaschenkaries festzustellen. Diese ist nämlich beim besten Willen für den Laien nicht sichtbar und muss nich nur immer von der Flasche kommen. Der Behandler kann dann versuchen auf die Frontzähne einen Blick zu erhaschen, noch besser zu ertasten. Findet man Plaque ist das Kind stark gefährdet eine Flaschenkaries zu entwicklen. Aber der Zeitpunkunkt ist noch so früh, dass man da noch das Ruder umschwenken kann und mit den entsprechenden Massnahmen das Schlimme abwenden.

zahnversicherung:
ab wann wird es empfohlen eine zahnversicherung abzuschliessen? bei unserer krankenkasse müsste erst mit 5 jahren ein voruntersuch stattfinden für die aufnahme in die zahnversicherung, wenn wir unsere tochter vorher anmelden gehts das ohne voruntersuchung. :wink:
ich bin kein Versicherungsberater, kann Ihnen aber ein paar Tipps geben - reden Sie aber noch zur Sicherheit mit Ihrem Berater.
Grundsätzlich unterscheiden die Krankenkassen zwei Arten von Versicherungen für die Zähne: solche für die Spangenbehandlung, meist nur gültig bis 20 jährig, und solche für alles was die Zähne betrifft (oder auch alles exklusiv der Spange).
Beide sind in sogenannten Zusatzversicherungen. Diese müssen Sie nicht bei Ihrem Grundversicherer abschliessen. Sie können auch bei einem anderen Anbieter die Versicherung abschliessen (häufig kann es sich lohnen, bei Krankenkassenwechsel, diese zu behalten, weil man sonst wegen des Attestes bei der neuen wieder hinausfällt)
Die allermeisten Versicherungen bieten in einer Zusatzversicherung, wo schon Komplementärmedizin, Fitness und Unterstützung im Ausland angeboten wird auch noch die Spange mit an. Ich erlebe momentan, dass der grösste Teil meiner Patienten, diese Versicherung bereits hat, ohne es sich ganz bewusst zu sein.

Die Zusatzversicherung für die Zähne wegen Karies, da muss man halt selber wissen, ob man das möchte. In der Regel bezahlt man doch monatlich einen Betrag, der bis Ende Jahr einen anständigen Betrag ausmacht, und wenn man den Zähnen Sorge gibt, hat man es ev. gar nie nötig, diese Versicherung zu nutzen.

Anderseits kann man auch mal das Pech haben, (ist aber extrem selten!) kleine Anomalien an den Zähnen zu haben, die in keinen Paragraphen der Grundversicherungen und der Invalidenversicherung passen... - wie gesagt, sehr selten! - mit den Versicherungen ist es halt so, man muss sie abschliessen, bevor man weiss, ob man sie wirklich braucht!

Einen guten Ratgeber und Überblick verschaffen die jährlichen Vergleiche von VZ - in einem Büchlein erhältlich - per Internet oder Telefon bestellbar. Dort ist auch die Begleitbeschreibung, was man so an Beträgen für Spange (ca. 10'000.- auf 4 Jahre verteilt) rechnen muss, sehr realistisch aufgestellt.
Eine Spangenversicherung, die also 2000 oder 3000.- Franken im Jahr an eine Behandlung bezahlt würde den Betrag relativ gut abdecken, wenn Sie auch noch einen Kostenanteil von 80 oder 90% anbietet - es gibt Versicherungen, die Übernehmen jährlich zwar höhere Beträge, aber maximal 50%... aber wie gesagt, dort ist es sehr schön aufgelistet UND bitte bedenken Sie, ich bin kein Versicherungsberater und ich kenne die neusten Versicherungsvarianten noch nicht.
Zum Beispiel bieten einige Zahnversicherungen (Kariesversicherung) an, auch noch den Restbetrag, der durch die Spangenversicherung nicht abgedeckt ist zu übernehmen.

Wenn Sie schon wissen, dass Sie ohne Attest in die Versicherung kommen, würde ich das vorher wahrnehmen. Häufig erlebe ich, dass Patienten, wo nicht alles perfekt ist, abgelehnt werden...

zähne putzen:
wie oft am tag sollten die zähne geputzt werden bei: sohn 1jährig und tochter 2 1/2 ?
Faustregel:
ab dem 1. Zahn 1x am Tag Zähne reinigen
ab dem 2. Lebensjahr (also ab dem 1. Geburri) 2x am Tag
ab dem 3. Lebensjahr (also 2. Geburri) 3x am Tag

mit einer erbsengrossen Menge Kinderzahnpasta (Schweizer Kinderzahnpasta - rund um in Europa haben die Kinderzahnpasten doppelt so viel Fluoride, das heisst, man dürfte da nur eine linsengrosse Menge nehmen... :D

Hilft das so?


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 09.05.2010, 14:28 
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Registriert: 09.05.2004, 19:35
Beiträge: 192
Guten Tag

Als mein Kleiner wegen eines Zahnunfalls beim Kinderzahnarzt war hat er beim grossen Sohn (bald 5 jährig) auch rasch die Zähne angeschaut und einen Kreuzbiss diagnostiziert. Beim Schulzahnarzt wird die Kontrolle erst in einem Jahr stattfinden. Reicht es wenn wir solange abwarten oder müsste man das jetzt schon behandeln?
Gehe ich richtig in der Annahme dass dafür eine Zahnspange nötig sein wird?
Gerade Kreuzbisse kann man sehr früh schon behandeln, wenn das Kind auch mitmacht - es ist recht abhängig vom Behandler. Die einen Kieferorthopäden beginnen lieber früh damit, viele lieber später, so dass sie gerade alles in einem Wisch behandeln können.

Sie könnten sich natürlich zur Sicherheit mal bei einem Kieferorthopäden erkundigen - stellen Sie sicher, dass der Kieferorthopäde eine strukturierte mindestens 3jährige Nachdiplomausbildung gemacht hat (http://www.swissortho.ch).

Allermeistens muss ein solcher Kreuzbiss behandelt werden. Aber ausgerechnet meine kleine Nachbarin hat mir bewiesen, dass man einen Kreuzbiss auswachsen kann... :D

Je nach Gemeinde haben Sie aber preisliche Vorteile beim Kieferorthopäden, wenn Sie vom Schulzahnarzt geschickt werden - das ist allerdings recht spitzfindig von mir, aber sich zu erkundigen kann ja nicht schaden

Sie machen keinen Fehler, wenn Sie warten. Wenn es Sie aber beruhigt, gehen Sie jetzt schon zum Kieferorthopäden.


Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort :wink:
gern geschehen! :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 09.05.2010, 15:13 
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guten tag frau dr. saxer

ich habe ein daumenlutschproblem bei meiner tocher (5) sie lutscht schon seid sie 3 wochen alt ist am daumen. leider hat sich inzwischen ihre zahnstellung sehr verschlechtert, was uns auch sehr viele sorgen bereiten. sie lutscht hauptsächlich in der nacht bevor sie einschläft aber auch in der nacht während sie schläft, tagsüber nur selten.

ihre oberen zähne stehen sehr nach vorne und die unteren nach hinten, abbeissen geht eigentlich nur noch an der seite. ich kann meinen zeigefinger in den spahlt schieben wenn sie die zähne zusammenbeisst, so gross ist der abstand.

wir waren mit ihr schon beim zahnarzt, da sie mal einen sturz hatte, und auch beim schulzahnarzt. beide finden wir müssen ihr das daumenlutschen abgewöhnen aber haben uns keien guten tipp mitgegeben. und uns gesagt, dass man sonst im moment noch nichts tun kann/muss.
wir haben den nagellack der bitterschmeckt, pflaster auf dem daumen, belohnungssystem und und und ausprobiert. ich weiss nicht mehr weiter, da ja bald die 2ten kommen. haben sie einen tipp wie wir ihr das daumenlutschen abgewöhen können, besonders nachts? einfach nut rausziehn nützt nichts, ist kurze zeit später wieder im mund.
ja, das ist voll der Härtefall! darum propagieren wir so gut es geht den Kindern den Nuggi anzubieten... aber es gibt so Babys, die wollen von allem anderen nix wissen! In den allermeisten Fällen hört das mit dem Daumen von selber auf. Mit 5 Jahren wäre es natürlich jetzt schon sehr schön, wir hätten ihn weg.
Verzeifeln Sie nicht, ev. ist auch der Druck wie zu hoch, dass etwas passieren kann. Nach all den Versuchen, die Sie mir nennen, würde ich Ihnen raten eine alternative Behandlungsmethode zu suchen (Akkupressur, Osteopathie, Kinesiologie.... was gibts noch so?) irgend etwas, das Ihnen einleuchtet, wichtig ist auch immer, dass die Chemie zwischen Behandler, Mutter und Kind stimmt. Vielleicht gibt es irgend einen versteckten Grund, dass Ihr Kind so ein Saugbedürfnis hat, das man mit Komplementärmedizin kompensieren kann...
Natürlich würde ich auch nach längeren Pausen immer wieder probieren, auf ein erfolgreiches Aufhören hin einen grossen Wunsch zu erfüllen.
Auch ein Hinweis von einer "Respektsperson", sei es Zahnarzt, oder Samichlaus... kann manchmal wunder wirken - oder so ein Satz wie: Kinder, die daumelen, die können nicht in die Skischule... - irgend etwas (all diese Beispiele waren mal irgendwo erfolgreich) - der Satz, der bei Ihrer Tochter einfährt, muss vermutlich noch geboren werden :D

Achten Sie sich in Zeitschriften auf Persönlichkeiten mit unvorteilhaften Zahnstellungen... ev. hilft das etwas (ein Marathon-Läufer aus Äthiopien hatte mal einen recht starken offenen Biss: Haile Gebressalasie (huch, ich hab diesen Namen bestimmt 100% falsch geschrieben, sorry)

Waren Sie schon einmal bei einem Kieferorthopäden? (http://www.swissortho.ch) ev. kennt er Methoden, die helfen können (etwas an die Zähne kleben, die das Däumelen stören...) - aber das ist auch sehr verschieden, wie das gehand habt wird!



hat sie jetzt schon schäden am kiefer, so dass sie sowiso eine spange benötigt oder ist das noch zu retten ohne spange?

der Kiefer nimmt keinen "Schaden" - es ist halt die Zunge, die vermutlich in den Daumenpausen jetzt extrem gewohnt ist, den Platz einzunehmen - und der Zunge diese Gewohnheit auszutreiben, das kann sehr knifflig sein
Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Tochter eine Spange braucht ist recht gross... aber nicht 100%, das kann niemand sagen.


vielen dank


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 Betreff des Beitrags: Re: 10.-16.5.2010: Zahnärztin
BeitragVerfasst: 09.05.2010, 15:42 
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Registriert: 13.12.2004, 20:52
Beiträge: 327
Guten Tag Frau Saxer,
in der Klasse meines Sohnes (inkl. meinem Sohn) scheinen ein paar Kinder das Elmex-Gel nicht zu vertragen. Sie sagen, dass sie Kopfschmerzen davon bekommen. Ist Ihnen sowas bekannt? Von woher kommt das?
Besten Dank für Ihre Antwort und freundliche Grüsse
Nein, das ist mir nicht bekannt. - Aber auch aus eigener Erfahrung als Kind, weiss ich, dass dieser Gel den Kindern einfach wirklich nicht schmeckt. Und Kinder können sehr kreativ sein, Ausreden zu finden.
Schon möglich, dass jemand Kopfweh hat - entweder zufällig, oder auch weil er sich zu sehr verkrampft, weil er es so gruusig findet. - UND im Tages Anzeiger habe ich in der Samstags-Ausgabe so einen Beitrag gelesen, dass es immer wieder unglaubliche Fälle gibt, wo eine ganze Gruppe an bestimmten Symptomen erkrankt, nur weil sie davon gehört haben. Dies aus lauter Histerie und Angst vor etwas ansteckendem - schon ganze Flughäfen wurden deswegen geschlossen - also insofern kann ich mir vieles Vorstellen.

Was aber das Fluorid in den Zahnpasten und Gelen angeht, kann ich Ihnen versichern, dass es gerade in der Schweiz unzählige Studien gegeben hat, die prüften, wie und wann man es am Besten anwendet. - und was ja noch dazu kommt, das Gel wird ja wieder ausgespuckt!

Fluoridgegner würden mir jetzt natürlich viele, viele Gegenstudien entgegenhalten, und Beweise bringen können, dass es Nebenwirkungen haben kann... das geht in die Alternative Medizin hinein, wo ich nicht mitreden kann. Ich realisiere aber, dass solche Fälle in der Regel vergleichbar sind, wie Personen, die unter Amalgam gelitten haben oder die unter Natelantennen leiden. In unserer Praxis mit 2 bis 3000 Patienten haben wir eine Patientin, die unter dem Amalgam gelitten hat und in meinem Bekanntenkreis kenne ich eine, die den Job wegen einer Natelantenne aufgeben musste. Es sind wirklich wenige, in der Regel Erwachsene. - Dass also bei Ihnen in der Gemeinde grad mehrere Kinder ein Problem haben, das tönt eher nach "Ausrede" oder sich "Einreden" - ich hoffe ich trete niemandem auf die Füsse...

Auf diese Massnahme würde ich aber auf keinen Fall verzichten. Alleine das 6malige einbürsten des Geles pro Jahr in den Schulklassen in Studien im Kanton Zürich, haben die Karies um bis zu 90% bei den Schulkindern veringert. Im Vergleich dazu hat der Kanton Glarus die Bäcker verpflichtet Fluoridiertes Salz zu benutzen (ich weiss nicht wie es heute ist, vermutlich nicht mehr) - sie erreichten bei den Schulkindern fast den gleichen Kariesrückgang (aber natürlich nicht das gleich gesunde Zahnfleisch) - also es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Fluorid DAS Zaubermittel gegen Karies ist (aber nur wenn es dosiert und regelmässig genutzt wird)


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